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Manuel Schoewer: 16 Kilo runter für das Comeback im Pro Superstock 1000 Cup

Der Pilot vom Team Masteroil-alpha-Van Zon-BMW hat nach einigen Jahren Pause die Lust auf Motorsport wiederentdeckt. Doch vor dem ersten Einsatz im Rahmen der Euro Moto war viel zu tun.

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Wer sich in Brünn neben den Rennen der Euro Moto auch beim Pro Superstock 1000 Cup umgeschaut hat, dem klingelte vielleicht was im Kopf beim Namen Manuel Schoewer. Denn der inzwischen 30-Jährige war vor einigen Jahren schon mal bei der IDM Superbike am Start. Anlässlich seines runden Geburtstages hatte Schoewer nochmals die Lust auf den Rennsport gepackt und das Comeback war ausgemachte Sache.

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Im Jahr 2016 war Manuel Schoewer mit 20 als bekennender Spätzünder im Yamaha-Cup an den Start gegangen. Bis dahin hatte er sich gemeinsam mit seinem Bruder gerne auf Rennstrecken-Trainings amüsiert. Nach einer zweiten Runde im Yamaha-Cup 2017 dann der Aufstieg in die IDM Superbike. «Ich dachte damals nach den zwei Jahren im Yamaha-Cup, jetzt kann ich’s», erinnert sich Schoewer fast zehn Jahre zurück. Er stieg damals in das neue Team von Marcel Philipp Bach ein und pilotierte eine Yamaha R1. Doch so richtig rund lief der Umstieg nicht.

«Beim IDM-Auftakt 2019 in der Motorsportarena Oschersleben habe ich mir bei einem Sturz mehrfach die Hand gebrochen», berichtet er. «Damit war die Saison quasi schon gelaufen. Im Jahr 2020 versuchte ich es nochmal. Doch da hatte ich den einen oder anderen Defekt oder Crash und dann war Schluss. Ich bin ehrlich, ich hatte auch keine Lust mehr.»

Kraftakt fürs Comeback

Doch die Lust am Motorradfahren blieb. Gemeinsam mit seinem Bruder ging es unter anderem zum Training des ehemaligen IDM Superbike-Piloten Jan Bühn, der seit Jahren erfolgreich eine Riding School betreibt. Eines kam zum anderen und am Ende stand eine BMW-Bestellung bei Werner Daemens Firma MRP auf dem Zettel. «Mein Bruder hatte an der Strecke jemand von der Firma Champion kennengelernt, die damals Sponsor im IDM Superbike-Team von Werner Daemen war», erzählt Schoewer. «Im Winter durfte ich dann in Cartagena eine Probefahrt machen und für das Jahr 2022 habe ich mir dann ein Motorrad bei Werner bestellt.»

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Bei der Zusammenarbeit mit Werner Daemen ist es bis heute geblieben. Schoewer machte sich den Start im Pro Superstock Cup zum 30. Geburtstag selbst zum Geschenk. Und warum nicht gleich zurück in die IDM, jetzt Euro Moto? «Dafür wäre ich nach der langen Pause glaube ich zu schlecht. Aber im Cup will ich es jetzt schon nochmal wissen. Wenn es gut läuft, schauen wir, was wir 2027 draus machen. Wenn nicht, bleibe ich eben ein Track-Days-Fahrer.»

Gelungener Einstand in Brünn

Doch vor der Rückkehr in den Rennsport stand das Training, denn nur schnell Motorrad fahren reicht nicht. Gewicht machen, und zwar nach unten, war das neue Lebensmotto von Schoewer. «Es war sehr anstrengend», gibt Schoewer zu. «Auch mental. Und auch für meine Freundin war es eine schwere Zeit.» Nach vier Monaten hatte der 1,83 Meter große Schoewer 16 Kilogramm weniger auf der Waage und statt Speck mehr Muckis. Zwei Mal die Woche war er beim Krafttraining, zwei Mal in der Woche war die Ausdauer dran. Dazu konsequentes Kalorienzählen. «Jetzt ist das wieder einigermaßen ein Rennfahrer-Shape», so sein Fazit, «wobei drei, vier Kilo dürfen schon noch weg.»

In Brünn stand Schoewer erstmals im Pro Superstock 1000 Cup am Start. Auch da lief es auf Anhieb gut, in beiden Rennen landete er auf dem fünften Platz. Im ersten Rennen fehlten ihm auf den Sieger Paul Fröde gerade mal 2,449 Sekunden. Das Thema Track Days dürfte zumindest für dieses Jahr mal erledigt sein.

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