Miguel Oliveira: Gleich wie in der MotoGP, aber ein kolossaler Unterschied
Nach drei Podestplätzen in Portimao geht Miguel Oliveira optimistisch in das dritte Wochenende der Superbike-WM auf dem TT Circuit in Assen. BMW-Teamkollege Danilo Petrucci schildert, was ihm fehlt.
Mit drei dritten Plätzen hinter den Ducati-Werksfahrern Nicolo Bulega und Iker Lecuona hat Miguel Oliveira bei seinem Heimrennen in Portimao nicht nur
Die BMW-Verantwortlichen waren vor der Saison der festen Überzeugung, dass es nur eine Frage der Zeit wäre, bis die Neuzugänge Oliveira und Danilo Petrucci ihr Potenzial auf der M1000RR ausschöpfen können und
Es gibt keine Probleme mit dem Motorrad.danilo petrucci über die bmw
«Ich muss ruhig bleiben», mahnt sich Petrucci, der mit der BMW noch nicht so gut zurechtkommt wie Oliveira. «Ich weiß, dass wir viel Potenzial haben. Wir kommen unserem Ziel näher, können aber noch nicht alles zeigen. Deshalb habe ich auch keine großen Erwartungen, sondern will mich vor allem verbessern – jeder Rennfahrer will der Schnellste sein, auch ich. Ich hoffe, dass ich eines morgens aufwache und bei 100 Prozent bin. Im Moment kann ich aber nicht beantworten, wann das der Fall sein wird. Letztlich sprechen meine Ergebnisse für sich. Ich kann nur sagen, dass alle im Team das Beste für uns zwei geben. Das zählt, weil mir das viel Motivation gibt. Und hier arbeiten wirklich viele Leute für uns, das hilft dabei, bessere Resultate zu erzielen. Am Ende geht es nicht darum, ob du in einem Werks- oder Privatteam bist, sondern um die Qualität der Mitarbeiter.»
«Es gibt keine Probleme mit dem Motorrad, ich muss mich besser anpassen», betonte Danilo. «Wenn du dir die Rundenzeiten anschaust, dann bin ich nicht weit weg. Aber innerhalb einer halben Sekunde liegen zehn Fahrer. Es geht also darum, diese halbe Sekunde zu reduzieren.»
Miguel Oliveira trat in eine neue Welt
Oliveira stößt ins gleiche Horn: «Das Bike zeigt gute Leistungen, wir müssen nur das Beste herausholen. Ich kann inzwischen viel natürlicher fahren und bin mehr eins mit dem Bike. Seit Phillip Island ist mir ein großer Schritt gelungen. Ich fühle mich gut bei den Superbikes und mit dem Team, ich lache mehr und bin glücklicher. Es fühlt sich so an, als würden wir uns schon länger als drei Monate kennen, das ist ein gutes Zeichen. Ich weiß, dass es eine große Herausforderung war, in diese andere Welt zu treten. Aber ich habe das Gefühl, dass ich damit zurechtkomme. BMW hat jene zwei Fahrer verpflichtet, die sie für die besten auf ihrem Motorrad halten, wir sollen gewinnen. Das ist von der Erwartungshaltung her gleich wie in der MotoGP. Der Unterschied ist, dass ich mit diesem Bike eine Chance habe, zu gewinnen.»
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