Intact GP nach Gonzalez-Schock: «Jetzt erst recht!»
Nach der Disqualifikation von Manuel Gonzalez im Moto2-Rennen in Indonesien steht das Intact-Team immer noch unter Schock. Team-Mitbesitzer Stefan Keckeisen gibt sich für den Saison-Endspurt kämpferisch.
Die Stunden nach dem Moto2-Rennen von Mandalika brachten für das deutsche
Die Konsequenz: Der spanische WM-Leader verlor seine 20 Punkte für Rang 2 – er hat somit vor den letzten vier Rennen der Saison nur noch ein Polster von neun Zählern auf seinen brasilianischen Herausforderer Diogo Moreira aus der italienischen Italtrans-Mannschaft. "Es ist ein schwieriger Fall – wir versuchen aber jetzt auch mal Ruhe reinzubringen", erklärt Team-Anteilseigner Stefan Keckeisen mit etwas Abstand gegenüber SPEEDWEEK.com.
Die Enttäuschung sitzt aber immer noch tief. Wie Intact-Teammanager Jürgen Lingg streicht auch Keckeisen hervor: "Fakt ist, wir hatten dadurch keinen Vorteil. Es hat einfach beim Aufspielen eines Updates einen Fehler gegeben, der uns nicht angezeigt wurde. Und unser Daten-Ingenieur ging davon aus, dass alles passt."
Wieder einmal bewahrheitet sich der Satz: Regeln sind Regeln. Damit muss sich auch die Memminger Truppe nun abfinden. Keckeisen hat viel über die Causa und die Strafe nachgedacht und kommt zum Schluss: "Im Nachhinein ist es nachvollziehbar – aber auch für uns hart an der Grenze. Es ist aber so wie es ist und die anderen beiden Fahrer auf dem Podium, die geprüft wurden, hatten das Update drauf. Somit gibt es nichts schön zu reden."
"Es ist bitter fürs Team, bitter für Manu und eine Katastrophe für unseren Daten-Ingenieur." Keckeisen will die Enttäuschung gar nicht verhehlen, schwört die gesamte Truppe jetzt aber mehr denn je ein: "Klar, wir leiden alle sehr darunter! Fahrer und Team werden aber alles geben, um die WM zu gewinnen – jetzt erst recht! Jürgen hat am Sonntagabend – nachdem wir informiert wurden – die ganze Truppe inklusive Fahrer noch voll darauf eingeschworen. Wir gewinnen und verlieren zusammen!"
Ergebnisse NEU Moto2 Mandalika, Rennen (5. Oktober):
1. Diogo Moreira (BR), Kalex, 22 Runden in 34:23,00 min
2. Izan Guevara (E), +7,261
3. Aron Canet (E), Kalex, +9,050
4. Barry Baltus (B), Kalex, +9,518
5. Albert Arenas (E), Kalex, +11,109
6. Joe Roberts (USA), Kalex, +11,544
7. Ivan Ortola (E), Boscoscuro, +14,591
8. Collin Veijer (NL), Kalex, +15,022
9. Jake Dixon (GB), Boscoscuro, +15,363
10. Adrian Huertas (E), Kalex, +19,100
11. Darryn Binder (ZA), Kalex, +19,352
12. Senna Agius (AUS), Kalex, +19,501
13. Ayumu Sasaki (J), Kalex, +22,632
14. Alonso Lopez (E), Boscoscuro, +23,648
15. Zonta van den Goorbergh (NL), Kalex, +23,994
16. Tony Arbolino (I), Boscoscuro, +27,880
17. Daniel Munoz (E), Kalex, +28,125
18. Yuki Kunii (J), Kalex, +32,451
19. Mario Aji (RI), Kalex, +32,925
20. Jorge Navarro (E), Forward, +37,634
– Celestino Vietti (I), Boscoscuro, 4 Runden zurück
– Filip Salac (CZ), Boscoscuro, 5 Runden zurück
– Unai Orradre (E), Boscoscuro, 8 Runden zurück
– Alex Escrig (E), Forward, 14 Runden zurück
– Daniel Holgado (E), Kalex, 17 Runden zurück
– David Alonso (CO), Kalex, 18 Runden zurück
– Marco Ramirez (E), Kalex, 1. Runde nicht beendet
Disqualifiziert: Manuel Gonzalez (E), Kalex, +4,678 sec
WM-Stand nach 18 von 22 Rennen:
1. Manuel Gonzalez, 238 Punkte. 2. Moreira 229. 3. Canet 205. 4. Baltus 195. 5. Dixon 179. 6. Holgado 153. 7. Vietti 141. 8. Arenas 119. 9. Agius 108. 10. Öncü 100. 11. Alonso 97. 12. Guevara 99. 13. Ramirez 96. 14. Roberts 93. 15. Salac 82.
Konstrukteurs-WM:
1. Kalex 428. 2. Boscoscuro 271. 3. Forward 13.
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