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Emotionales Comeback von Noah Dettwiler – ein Jahr nach seinem Horrorcrash

Am 26. Oktober 2025 hat der Schweizer Noah Dettwiler einen schweren Unfall in Malaysia nur knapp überlebt, jetzt fährt er wieder Rennen. SPEEDWEEK.com begleitete den 21-Jährigen bei seiner Rückkehr.

Im Artikel erwähnt

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Vor knapp einem Jahr wurde der Schweizer Noah Dettwiler in Sepang in der Besichtigungsrunde des Moto3-Grand-Prix vom Spanier Jose Antonio Rueda, der bereits als Weltmeister feststand, von hinten mit über 180 km/h Überschuss gerammt. Dettwiler hatte technische Probleme und fuhr sehr langsam am Streckenrand. Der Schweizer wurde durch die Luft geschleudert, erlitt links einen offenen Unterschenkelbruch, lebensgefährliche innere Verletzungen und musste reanimiert werden. Der Spanier zertrümmerte sich die rechte Hand.

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Dass Noah vor diesem Wochenende in der Italienischen Meisterschaft in Vallelunga, 35 Kilometer nördlich von Rom gelegen, von den Rennärzten grünes Licht bekam, ist ein Meilenstein. Bei den vorangegangenen Veranstaltungen in Mugello, Cremona und Imola war er mit seinen in der Schweiz ausgestellten Untersuchungsberichten nicht durchgekommen und erhielt jeweils Startverbot.

Noah Dettwiler fuhr wieder ein Rennen

Am Freitag war Dettwiler auf der Kuja-Ducati im ersten Supersport-Training auf nasser Strecke Dritter und im Qualifying 1 Sechster. Am Samstagmorgen trocknete die Strecke langsam ab und die Fahrer gingen mit Slicks ins Qualifying 2, wo es für den Schweizer nur noch für Startplatz 11 reichte. Die beiden Italiener Niccolo Antonelli (vierfacher GP-Sieger) und Lorenzo Dalla Porta (Moto3-Weltmeister von 2019), beide auf Yamaha, dominierten das Zeittraining. Im Rennen wurde Dettwiler 15., so reichte es immerhin für einen Punkt.

«Das war unglaublich nach fast einem Jahr», offenbarte Noah seine Gefühle bei der Rückkehr. «Aber ich habe mit der Ducati noch nie im Trockenen einen Start üben können und fuhr auch noch nie Dunlop-Reifen, denn bei allen Tests war ich auf Pirelli unterwegs, wie sie in der WM verwendet werden. Trotzdem war diese Startzusage am Freitagmorgen der größte Sieg in meiner Karriere. Jetzt können wir planen und brauchen uns keine Sorgen mehr wegen dem Medical-Check zu machen.»

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Malaysische Ärzte haben Dettwiler das Leben gerettet

Dass Dettwiler seinen schlimmen Unfall so gut überstand, hat er den Künsten der Ärzte in Malaysia zu verdanken. «Sie hatten mich schon an der Strecke vorbildlich behandelt und auch die Operationen im Krankenhaus haben mir schließlich das Leben gerettet», erzählte er SPEEDWEEK.com. «In der Schweiz mussten sich die Ärzte nur noch ums Bein kümmern und auch dies verlief sehr gut. Ich habe aber immer noch eine Metallplatte drin, und zwar noch mindestens sechs Monate. Die spüre ich, diese Verletzung ist noch nicht ganz auskuriert.»

Im Dezember 2025 verbrachte Dettwiler einen Monat in einer Rehaklinik in Bellikon, wo ihn auch Jose Antonio Rueda besuchte. «Das hat mich gefreut, aber trotzdem war es eine sehr schwierige Zeit für mich, denn ich musste schon damals Entscheidungen treffen, was die Zukunft bringen wird. Ohne meine Familie, meine Schwester, mein Manager Daniele Camuso und das ganze Umfeld hätte ich es kaum geschafft. Ich war zwischendurch frustriert, weil ich keine Starterlaubnis erhielt, mir war aber schnell klar, dass dies keine Schikanen waren, sondern es in meinem Interesse lag. Es wäre zu früh gewesen, nach so einem schweren Unfall wieder Rennen zu fahren. Ich hatte zwar schon im März trainiert und glaubte bereit zu sein. Im Nachhinein bin ich den Ärzten aber dankbar, dass sie vorsichtig waren und keine Verantwortung übernehmen wollten, denn ein Sturz kann immer passieren.»

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