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Honda präsentiert komplett neue CRF450R auf 2027

Nach mehr als zehn Jahren präsentiert Honda eine komplett neue Motocross-Maschine mit 450 ccm. Keine Überarbeitung: Motor, Fahrwerk, Design – alles ist komplett neu!

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Für das Jahr 2027 erhält Hondas CRF450R ihr umfassendstes Update seit mehr als einem Jahrzehnt. Sie kombiniert einen völlig neuen Motor und ein neues Chassis mit tiefgreifenden Verfeinerungen, die von den Werksrennprogrammen der Marke inspiriert sind. Entwicklungsziel war mehr und trotzdem kontrollierbarere Leistung, verbesserte Fahrwerks-Stabilität und ein besseres Feedback für den Fahrer.

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Die Honda CRF450R hat eine lange Modellgeschichte, die 2002 begann, als Honda den ersten Viertakt-Motocrosser der Marke präsentierte. Die CRF450R war sofort ein Hit, erhielt für 2003 Leistungsupdates und wurde 2005 komplett überarbeitet. Auf 2009 versah Honda die CRF450R mit einer Benzineinspritzung und überarbeitete das Modell mit Fokus auf die Massenzentralisierung. Im Jahr 2013 führte Honda den Doppelrohr-Auspuff und mehrere Motor-Updates ein. Die Version von 2017 erhielt ein weiteres komplettes Makeover, einschließlich eines optionalen Elektrostarters, der 2018 zur Serienausstattung wurde. Das Modell 2021 zeichnete sich durch ein schlankeres Profil und die Rückkehr zu einem einzelnen Auspuff aus. Eine Reihe von Updates wurde 2025 implementiert, darunter Verbesserungen an Rahmen, Aufhängung, Airbox und Auspuff.

Auf das Modelljahr 2027 bringt Honda eine komplett neue CRF450R auf den Markt. Der neue Motor ist 17 mm schmaler und 2,7 kg leichter. Bohrung x Hub wurden geändert von 96 x 62,1 mm auf 97 x 60,8 mm. Durch die vergrösserte Bohrung können im Zylinderjkopf grössere Titanventile in einem steileren Winkel eingebaut werden. Die Einlassventile sind um 2 auf 40 mm vergrössert, die Auslassventile um 1 auf 32 mm. Der Honda-typische Ventiltrieb mit einer Nockenwelle namens Unicam wurde beibehalten. Weiter wurde die Verdichtung auf 13,8:1 erhöht. Die neue Kurbelwelle ist beidseitig auf Rollen gelagert, um Durchbiegung unter Verbrennungsdruck zu reduzieren.

Mit dem geänderten, engeren Ventilwinkel wurde auch der Einlasskanal steiler ausgeführt und die Kanallänge verkürzt. In der neuen Airbox liegt der Luftfilter direkter im Luftstrom. Der Auslasskanal ist zentral angeordnet, hat eine ovale Form und verläuft fast gerade, was für effiziente, nutzbare Leistung im niedrigen bis mittleren Drehzahlbereich sorgt. Am Auslass wurden Krümmer und Auspufftopf verlängert. Letzterer besteht aus Titan. Honda verspricht 10 % mehr Leistung, ohne eine Zahl zu nennen.

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Die hydraulisch betätigte, leichtere Kupplung erfügt über ein einzigartiges, durch Gummidämpfer aktiviertes System zur Begrenzung des Rückdrehmoments, das leichter ist die gebräuchlichen Kontruktionen mit Rampen- oder Nockenmechanismus. Das Fünfgang-Getriebe ist schmaler und leichter und durchgängig länger übersetzt, um der gesteigerten Motorleistung Rechnung zu tragen. Dank einem Gangsensor können für die Gänge 1 und 2, 3 und 4 sowie für den 5. Gang separate Motormappings angewählt werden. Drei Standard-Motormappings stehen zur Wahl, dazu eine dreistufige, abschaltbare Traktionskontrolle. Das Elektrostartersystem funktioniert mit vier statt bislang fünf Achsen und ist 450 g leichter.

Das Aluchassis ist komplett überarbeitet mit dem Ziel besserer Fahrstabilität vor allem bei zerfahrener Piste wobei etwa 70 % der Chassisbauteile neu sind. Der Lenkkopfbereich ist nun gegossen statt geschmiedet, was die Längs- und Torsionssteifigkeit um 10 % erhöht. Der Radstand ist 8 mm länger, der Lenkopfwinkel um 0,2° auf 62,5° erhöht. Die Fussrasten sind 5 mm weiter hinten platziert. Die neue Schwinge spart rund 400 g bei gleicher Steifigkeit.

Weiterhin werden Federelemente von Showa verbaut. Die Innereien der 49er Gabel sind komplett überarbeitet mit dem Ziel einer gleichmäßig arbeiteten Vorderradaufhängung ohne Übergänge über den gesamten Federweg und ein besseres Dämpfungsgefühl mit erhöhter Druckstufendämpfung im niedrigen Geschwindigkeitsbereich.

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An der hinteren Aufhängung ist das Übersetzungsverhältnis der Umlenkhebelei optimiert, was das Kickback-Verhalten beim Beschleunigen reduzieren und somit Komfort und Stabilität erhöhen soll. Der Dämpfer des Showa-Federbein wurde ebenfalls umfassend überarbeitet. Neu ist auch die vordere Bremszange mit zwei unterschiedlich grossen Bremskolben (30 und 27 mm), was ein progressiveres Bremsgefühl ergeben soll beim Verzögern der 108 kg schweren Maschine.

Zu guter letzt ist auch das Design neu, mit flacheren Seitenflächen, damit der Fahrer das Motorrad besser mit den Knien führen kann. Im Vergleich zum Vorgängermodell ist die CFR450R 2027 an den Kühlerverkleidungen um 2 mm und im Sitzbereich um 7 mm breiter. Die Sitzbank bietet für 2027 mehr Polsterung.

Mit 10.270 € ist die 2027er CRF450R in Deutschland 310 € preisgünstiger als das Vorjahresmodell. Für die HRC Works Edition mit Yoshimura-Titanauspuff, zahlreichen Edelteilen, handpolierten Kanälen im Zylinderkopf und spezifischen Grafiken muss mit 13.180 € deutlich tiefer in die Tasche gegriffen werden. Die Preise für die Schweiz und Österreich sind noch nicht bekannt.

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