MotoGP-Aufstieg von Senna Agius: Die raren Optionen werden immer weniger
21 Jahre jung, Australier, zweifacher GP-Sieger in dieser Saison und vor Brünn WM-Vierter: Senna Agius bringt Attribute mit, die für den MotoGP-Aufstieg sprechen. Doch die Realität ist ernüchternd.
Während die besten Fahrer der MotoGP ihre Schäfchen für 2027 und 2028 längt im Trockenen haben und die neuen Verträge nach der
Senna Agius, vor dem Grand Prix von Tschechien an diesem Wochenende in Brünn WM-Vierter, hatte in drei Teams eine Chance auf den MotoGP-Aufstieg. Wie SPEEDWEEK.com berichtete, waren dies Trackhouse Aprilia, Tech3 KTM und Pramac Yamaha. Doch längst ist klar: Obwohl Agius mit 21 Jahren zu den jüngsten Spitzenpiloten in der Moto2 zählt und zudem aus dem wichtigen Markt Australien stammt, 2027 findet dort erstmals ein Grand Prix in der Metropole Adelaide statt, ist sein Wechsel in die MotoGP kein Selbstläufer.
Die Türe bei Pramac ist zugefallen, dort wird Eigengewächs Izan Guevara den Platz von Jack Miller übernehmen und an der Seite von Toprak Razgatlioglu fahren.
Fernandez hat bei Trackhouse gute Chancen
Die US-Truppe Trackhouse Aprilia ist sich mit Neuzugang Enea Bastianini einig, die Gespräche mit Raul Fernandez über dessen Verbleib sind weit fortgeschritten. Der 25-jährige Spanier zeigte zuletzt starke Leistungen, wurde aber im Hauptrennen auf dem Balaton Park Circuit von Aprilia-Markenkollege Jorge Martin (28) rausgekegelt, nachdem er im Sprint Platz 4 geholt hatte.
Fernandez bekommt im Idealfall für die nächsten zwei Saisons zwei Angebote auf den Tisch, denn
Tech3-Boss Günther Steiner ist der Reisepass egal
Die besten Aussichten auf den MotoGP-Aufstieg hat Agius bei Tech3 KTM. Der Südtiroler Investor und Teamprinzipal Günther Steiner hat sich bereits mehrfach dahingehend geäußert, dass er einen Mix aus einem Routinier und einem Youngster als ideale Paarung sieht. Gegenüber SPEEDWEEK.com sagte er in Brünn: «Wo der Reisepass herkommt, ist mir egal. Die Leistung muss stimmen.»
KTM-Rennchef Pit Beirer kann sich vorstellen, mit Maverick Vinales oder Brad Binder weiterzumachen, der gebürtige Badener hat zudem Raul Fernandez ins Spiel gebracht. Konkurrenz hat Agius auch aus seinem derzeitigen Team Liqui Moly Dynavolt Intact GP. Denn auch Moto2-Seriensieger und WM-Leader Manuel Gonzalez (23) möchte in die Premier-Class aufsteigen und klappert ebenso wie der Australier sämtliche Möglichkeiten ab.
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