Alex Marquez (5.) über Aprilias Vorteil: «Näher dran, aber nicht genug»
Mit Platz 5 begrenzte Alex Marquez im MotoGP-Sprint von Mandalika das Risiko. Trotz des Sieges seines Bruders Marc sieht der Ducati-Pilot Aprilia weiterhin im Vorteil.
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«Zum Glück war es ein ziemlich unkomplizierter Samstag. Das Qualifying war nicht besonders gut, aber zumindest bin ich nicht gestürzt. Nachdem wir im Q1 gefühlt zehn Stürze gesehen hatten, sagte ich mir: Du musst etwas ruhiger bleiben und mehr Geduld haben. Genau das habe ich gemacht.»
Alex Marquez zog kampflos an drei Gegnern vorbei
Im Sprint schieden mit Raul Fernandez und Marco Bezzecchi bereits in der ersten Kurve zwei starke Aprilia-Piloten aus. Später musste Pedro Acosta wegen mehrfacher Verstöße gegen die Streckenlimits eine Long-Lap-Penalty absolvieren. Marquez nutzte die Möglichkeiten und kam 3,4 Sekunden hinter seinem siegreichen Bruder ins Ziel.
«Von Platz 8 zu starten, war nicht einfach. Ich hatte aber auch etwas Glück mit den Problemen der anderen in Kurve 1 und dann mit Acostas Long-Lap-Penalty. Am Ende wurde es Platz 5, bei einem guten Rhythmus. Das ist positiv. Ich habe es ruhig angehen lassen und versucht, keine Fehler zu machen – vor allem keine großen, um Probleme zu vermeiden.»
An der Spitze setzte sich Marc Marquez durch, nachdem Jorge Martin wegen zu niedrigen Luftdrucks im Vorderreifen die Führung hatte abgeben müssen. Auf die Frage nach dem Erfolg seines Bruders an einem für ihn bislang schwierigen Austragungsort bestand Alex zunächst auf einer Unterscheidung.
Alex über Bruder Marc: «Er war nicht der Schnellste, aber...»
«Es ist kein Grand-Prix-Podium, sondern ein Sprint-Podium. Das ist etwas anderes. Bislang hat er in Mandalika also noch keinen Podestplatz im Grand Prix, sondern einen Sprint-Sieg.» Die Leistung seines Bruders würdigte er dennoch ausdrücklich: «Ich freue mich für ihn. Obwohl er nicht der Schnellste auf der Strecke war, hat er die Situation bestmöglich gemeistert. Er ist eben Marc Marquez und kann solche Dinge machen.»
Den Ducati-Sieg wertet Alex Marquez deshalb auch nicht als Beleg dafür, dass der Rückstand auf Aprilia verschwunden ist. Besonders in zwei Streckenabschnitten sieht er weiterhin Nachteile.
«Ich denke, dass wir ungefähr auf dem Stand des vergangenen Jahres sind, vielleicht etwas besser, aber nur geringfügig. Mit dieser Reifenkarkasse macht Aprilia vor allem im zweiten Sektor den Unterschied und ein bisschen auch im dritten. Wir versuchen, unsere Stärken zu verbessern. Wir sind näher dran, aber noch nicht nah genug.»
Für den Grand Prix am Sonntag erwartet Marquez vor allem eine körperliche Herausforderung. Über 27 Runden müssen die Fahrer ihr Tempo unter den heißen Bedingungen halten. Seine unmittelbare Vorbereitung fällt deshalb bewusst unspektakulär aus. «Ich werde einfach schlafen. Ich brauche Schlaf und Erholung, denn morgen werden 27 Runden bei dieser Hitze sehr lang. Also ausruhen und den Körper auf morgen vorbereiten.»
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