Raul Fernandez applaudierte als Zweiter: «Ai hat den Unterschied gemacht»
Trackhouse-Aprilia-Ass Raul Fernandez ließ seinem Sieg vom Samstag am Sonntag im MotoGP-Hauptrennen Platz 2 nachfolgen. Im Ziel zollte er seinem erstmals siegreichen Teamkollegen Ogura großen Respekt.
Der MotoGP-Sonntag brachte auf dem traditionsreichen TT-Circuit von Assen einen mitreißenden Schlagabtausch mit spektakulären Szenen über 26 Runden. Am Ende sicherte sich Ai Ogura (25) den ersten MotoGP-Triumph für Japan nach 22 Jahren. Den Trackhouse-Aprilia-Doppelsieg machte sein spanischer Teamkollege Raul Fernandez perfekt.
Fernandez fuhr ein sehr starkes Rennen, reagierte auch auf seinen heranstürmenden Teamkollegen Ogura und schnappte sich vor Halbzeit des Rennens den führenden Polesetter Jorge Martin. Der Japaner erwies sich aber auch für Fernandez nicht als zu halten. «Ich habe auch etwas zu viel Zeit hinter Jorge Martin verloren», stellte Fernandez in der Flash-Analyse fest. «Mir hat hinter Jorge etwas das Gefühl für die Front gefehlt.»
Der Spanier gestand: «Aber Ai war einfach zu stark, er hat gemeinsam mit dem Medium-Reifen den Unterschied gemacht. Ich bin ziemlich fertig und ich muss ihm wirklich gratulieren. Wir haben viele Rennen gekämpft und gearbeitet, um dieses Ergebnis zu erreichen. Ich möchte allen im Team, meiner Crew und meiner Familie danken. Es war fast ein perfektes Wochenende. Wir haben bis zu den letzten fünf, sechs Runden zusammen um den Sieg gekämpft. Wir haben viele Punkte verloren, aber jetzt läuft es sehr gut. Wir werden sicher analysieren, wie ich die letzten Runden gefahren bin.»
Raul Fernandez erkannte auch: «Ehrlich – ich war vom Medium-Hinterreifen nicht ganz überzeugt, wollte daher noch warten am Grid. Wir waren ja nicht sicher, ob ich überhaupt in Brünn und Assen fahren kann. Jetzt habe ich da viele Punkte geholt. Ein Podium war das Ziel, den Sieg hatte ich nicht auf dem Zettel – und selbst das ist mir am Samstag gelungen.» Zum möglichen Titelkampf sagt Fernandez eher knapp und mit einem Grinsen: «Bis die Zahlen es nicht mehr möglich machen, werden wir es natürlich versuchen. Wir bleiben da immer positiv.»
Nach zwei Podestplätzen und wertvollen 20 Punkten am Sonntag ging es für den Madrilenen vorbei an Acosta und Bagnaia auf Position 6. Auf Marc Marquez fehlen nach 20 Rennen überschaubare 15 Punkte.
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