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Tulovic landete nach Most-Siegerehrung mit Verbrennungen in der Klinik
In Most brannte an beiden Tagen die Luft. Temperaturen um die 40 Grad machten den Kampf um die Punkte zu einer wahren Herausforderung. Supersport-Pilot Dirk Geiger war hitzebeständig.
Dirk Geiger hat in Most sein erstes Supersport-Rennen nach dem Wechsel zu Yamaha gewonnen. Gleichzeitig übernahm er die Tabellenführung in der mittleren Euro Moto-Klasse. Mindestens genauso spektakulär war die Podiumsfahrt von Luca Göttlicher auf der MV Agusta, auch wenn sich das Feld am Ende des ersten Rennens weit auseinandergezogen hatte.
Nach vier Siegen von Daniel Blin (Automarket AF Racing) war die Zeit für Dirk Geiger (Team Apreco) gekommen. Von der Pole Position aus gelang ihm im tschechischen Autodrom sein erster Sieg auf der Apreco-Yamaha. Es war nicht irgendein Sieg, sondern auch der erste für das neue Motorradmodell YZF-R9 in der Euro Moto. Geiger führte das Rennen über 14 Runden souverän an. Am Ende hatte er 5,81 Sekunden Vorsprung vor dem Verfolgerfeld und ließ sich feiern. Dass Teamkollege Lennox Lehmann als Zweiter die Zielflagge sah, löste doppelte Freude in der ganzen Crew aus: «Obwohl ich den Beginn mit ein paar Fehlern vermasselt habe», warf der Dresdner ein. Und er fügte hinzu: «Besser hätte es nicht laufen können, denn unser Teamkollege Twan Smits startet am Sonntag bei den Superbikes auch noch aus der ersten Startreihe.» Yamaha hatte allen Grund zum Jubeln.
Luca Göttlicher (LJ Racing) setzte einen Meilenstein in der Geschichte von MV Agusta. Er holte in der Hitzeschlacht den ersten Podiumsplatz für die italienische Marke in der Euro Moto, vormals IDM. In den letzten drei Jahren war Till Belczykowski dort verpflichtet. Göttlicher war im Winter verletzt und erst bei der zweiten Euro Moto-Veranstaltung am Start. Offensichtlich hat ‚Lucky Luc‘ aber schon jetzt den roten Faden gefunden. Wie er sagt, liegt ihm das Motorrad, nur die Hitze habe ihn in Most überrannt. Als die Rundenzeiten im Rennen immer langsamer wurden, blieb Göttlicher trotzdem hartnäckig auf Podiumskurs.
Das Rennen am Sonntag stand unter keinem guten Stern. Die erste rote Flagge wurde durch einen heftigen Highsider des Schweizers Marcel Brenner ausgelöst. Der Ducati-Pilot musste anschließend mit dem Krankenwagen abtransportiert werden. Das zweite Rennen ging nur wenigen Kurven weit, bevor wegen eines Sturzes im Mittelfeld erneut abgebrochen wurde. Danach entschied die Rennleitung, keinen dritten Anlauf mehr zu unternehmen. Punkte gab es am Sonntag nicht.
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