Alex Marquez zur Bezzecchi-Kollision: «Er hat sich verschätzt»
Die Kollision mit Marco Bezzecchi blieb für Alex Marquez ohne Folgen. Später stürzte der Ducati-Pilot selbst, schaffte als Sechster aber den direkten Q2-Einzug beim MotoGP-Zeittraining in Australien.
Das MotoGP-Zeittraining auf Phillip Island begann für Alex Marquez mit einer ungewöhnlichen Berührung. Beim Anbremsen von Kurve 4 kollidierte seine Ducati mit der Aprilia von Marco Bezzecchi. Dabei wurde die Verkleidung der RS-GP abgerissen. Bezzecchi stürzte bei niedrigem Tempo und musste von Streckenposten unter seinem Motorrad befreit werden.
Die Szene sorgte für die erste von zwei Unterbrechungen. Die Rennkommissare untersuchten den Zwischenfall, verhängten aber keine Strafe. Marquez, der dem Italiener bereits auf der Strecke signalisiert hatte, dass er die Verantwortung nicht bei sich sah, schilderte anschließend seine Sicht.
«Ich fuhr meine normale Linie und meinen normalen Rhythmus. Er wollte mich an dieser Stelle überholen, denke ich. Er war schneller als ich. Doch er hat die Situation falsch eingeschätzt. Das kann passieren, für mich ist es okay», erklärte der Gresini-Ducati-Pilot.
Alex Marquez trotz Sturz im Q2
Während Bezzecchi später die Bestzeit fuhr, beendete Marquez den Freitag auf Platz 6. Kurz vor Schluss stürzte der Spanier selbst beim Anbremsen von Kurve 4. Angesichts der hohen Geschwindigkeiten auf weiten Teilen des Kurses konnte er dem vergleichsweise langsamen Sturz zumindest einen positiven Aspekt abgewinnen.
«Ich habe mir die bestmögliche Stelle ausgesucht, um in Australien zu stürzen. Es war kein heftiger Sturz. Ich versuchte, mich weiter zu verbessern. In der Runde zuvor machte ich bereits einen kleinen Fehler in Kurve 10 beim Richtungswechsel – ebenfalls in einer Rechtskurve», berichtete Marquez.
Seine grundsätzliche Einschätzung des Trainingstags fiel dennoch positiv aus. Mit dem direkten Q2-Einzug erfüllte er ein wichtiges Ziel, bevor der angekündigte Wetterumschwung die Voraussetzungen verändern könnte.
«Ich fühlte mich wohl auf dem Motorrad und fuhr einen guten Rhythmus. Doch mit Blick auf Samstag ist es schwierig, die Situation einzuschätzen. Die Bedingungen werden sich deutlich verändern. Es kann also alles anders laufen. Deshalb war es wichtig, direkt im Q2 zu sein», betonte der Spanier.
Regen könnte Reihenfolge auf den Kopf stellen
Bei trockenen Bedingungen hatte Aprilia am Freitag die stärkste Vorstellung gezeigt: Vier Fahrer der Marke landeten unter den ersten fünf. Nur Marc Marquez schob sich als Dritter dazwischen. Ob sich dieses Kräfteverhältnis bei Regen fortsetzen würde, ließ Alex Marquez offen.
«Wenn es am Samstag nass ist, ändert sich alles», hielt der Ducati-Pilot fest. Auf die Frage, ob Aprilia auch unter diesen Bedingungen im Vorteil sein werde, antwortete er: «Ich weiß es nicht, aber ich hoffe, dass das nicht der Fall sein wird. Ich hoffe, dass alles etwas ausgeglichener ist. Es hängt dann stark vom Gefühl des Fahrers ab.»
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