Andrea Dovizioso über Marc Marquez: «Situation ernster, als es scheint!»
Der ehemalige Ducati-MotoGP-Held Andrea Dovizioso analysiert die Lage von Weltmeister Marc Marquez und spricht auch über die beeindruckende Stärke von WM-Leader Marco Bezzecchi (Aprilia).
Andrea Dovizioso feierte Ende März seinen 40. Geburtstag. Der 15-fache MotoGP-Sieger arbeitet aktuell bei Yamaha als Berater im stotternden MotoGP-Projekt der Japaner und betreibt privat die Motocross-Piste in Faenza. Der Mann aus Forli hat sich zuletzt auch Gedanken über die Situation von Weltmeister Marc Marquez gemacht.
«Marc ist nicht der Typ Fahrer, der sich beschwert und er hat auch nie Ausreden gesucht. Aber seine Situation ist meiner Meinung nach viel ernster, als es den Anschein hat», erklärt der Italiener in einem Interview mit der italienischen Plattform moto.it. Dovizioso weiß: «Marc muss sich körperlich noch deutlich verbessern. Und vielleicht hat der Sturz in Indonesien diese Einschränkung in seinem Arm noch verschlimmert, die meiner Meinung nach unheilbar ist.“
Die Performance in Austin bewertet «Dovi» so: «2025 hat Marc zwar den WM-Titel gewonnen, aber er war ganz sicher nicht in Bestform. Austin war der endgültige Beweis dafür. An einem Schauplatz, wo er den Unterschied hätte ausmachen können, gelang ihm das nicht.»
Dovizioso sieht Chance für Aprilia
Die Stärke von Aprilia eröffnet eine neue Perspektive. Die starke Rückkehr von Jorge Martin ist gemäß Dovizioso zudem ein weiterer Faktor: «Mit den beiden Aprilia-Fahrern gibt es eine echte Chance. Die Meisterschaft ist noch lang, vieles kann passieren. Aber sie haben eine große Chance, weil sie sich verbessert haben. Die Fahrer sind unberechenbar und Marc ist noch nicht bei 100 Prozent. Das eröffnet ihnen definitiv eine Chance.»
Ein spezielles Lob hat Dovizioso, der in seiner MotoGP-Karriere für Honda, Yamaha und Ducati fuhr, für WM-Leader Marco Bezzecchi. «Die Fähigkeit, immer wieder von Beginn an stark zu sein, ist der Schlüssel zum Erfolg. Schon Ende 2025 war es deutlich zu sehen und Bezzecchi hat immer noch denselben Ausdruck. Er beweist es, nicht nur in den Sprints. Vor allem auch in harten, langen Rennen, wo jeder an seine Grenzen geht, macht er alles perfekt.»
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