Rivola (Aprilia): «Haben ein Wochenende wie dieses dringend gebraucht!»
Aprilia feierte beim MotoGP-Event in Silverstone zwei Dreifachsiege. Wie Rennchef Massimo Rivola das erfolgreiche Wochenende einordnet und welchen Vorteil die RS-GP auf der englischen Strecke hat.
Beim Großen Preis von Großbritannien erlebte Aprilia ein perfektes Wochenende. Sowohl im Sprint als auch im Grand Prix in Silverstone bestand das Podest ausschließlich aus Aprilia-Piloten. Am Samstag siegte Jorge Martin vor Ai Ogura und Marco Bezzecchi. Am Sonntag war es dann Trackhouse-Pilot Raul Fernandez, der vor den beiden Werksfahrern Martin und Bezzecchi gewann.
Aprilia-Rennchef Massimo Rivola hatte am vergangenen Wochenende viel zu feiern. Ist er glücklich darüber, dass am Sonntag im Hauptrennen eine Aprilia gewonnen hatte, oder auch ein wenig enttäuscht, weil kein Fahrer des Werksteams ganz oben auf dem Podest stand? «Ich bin super happy für Trackhouse und auch für Justin. Ich habe mich darüber gefreut, ihn auf dem Podest bei der Siegesfeier zu sehen, denn er ist nicht bei sehr vielen Rennen anwesend. Ich freue mich auch für Raul, weil ich wollte ihn bei Aprilia haben», meinte Rivola.
Rivola: «Es ist schön, für uns selbst Geschichte zu schreiben»
Welchen Stellenwert hat für ihn das doppelte «Podium lockout»? «Es ist schön, für uns selbst Geschichte zu schreiben. Das ist unser erstes Wochenende, an dem an beiden Tagen nur Aprilia auf dem Post waren. Wir wissen natürlich, dass diese Strecke es gut mit uns meint. Historisch gesehen waren wir hier immer konkurrenzfähig», schmunzelte der Italiener. Weshalb passt der Silverstone Circuit so gut zur RS-GP? «Vor allem wegen den Highspeed-Kurven. Ich denke, dass wir da wegen unserer Aerodynamik einen Vorteil haben – umso schneller die Kurven sind, desto besser funktioniert diese.»
Nach dem grandiosen Heim-Event in Mugello Ende Mai, bei dem zwei Doppelsiege eingefahren werden konnten, folgte bis zum MotoGP-Wochenende in Assen eine kleine Durststrecke, in der insbesondere Marc Marquez (Ducati) groß aufzeigte. Nach dem für Aprilia erneut sehr erfolgreichen Rennwochenende in den Niederlanden, war es auf dem Sachsenring wieder Marquez, der siegte. «Nach den schwierigen Monaten haben wir ein Wochenende wie dieses dringend gebraucht», betonte Rivola.
Geben die Erfolge auf der britischen Insel Aprilia eine Extra-Motivation für die zweite Saisonhälfte? «Die zweite Saisonhälfte wird sowieso hart. Natürlich hilft es, mit guten Resultaten hineinzustarten», bestätigte Rivola. «Es ist gut zu sehen, wie Jorge dazu in der Lage ist, seinen Fahrstil einzusetzen. Und was Marco am Sonntag geschafft hat, ist vielen nicht bewusst. Denn am Morgen hat er noch stark gelitten.»
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