Paddy Driver: «GoFundMe»-Spendenaktion für dementen Südafrikaner
In seiner Karriere als Rennfahrer kämpfte Paddy Driver auf zwei und vier Rädern gegen alle Größen der damaligen Zeit. Mit 91 Jahren sieht er sich nun mit einer neuen Herausforderung konfrontiert.
Wie John Surtees, Mike Hailwood oder Johnny Cecotto war auch Ernest Gould Driver – besser bekannt als «Paddy» – ein Ausnahmekönner auf zwei und vier Rädern. Nachdem er 1953 in seiner südafrikanischen Heimat mit dem Motorradrennsport begonnen hatte und rasch zu den Besten seines Landes zählte, führte ihn der Weg nach Europa, um an der Weltmeisterschaft teilzunehmen.
Von 1958 bis 1965 gelang ihm sieben Mal als Dritter und zweimal als Zweiter der Sprung aufs Siegertreppchen, nur ein Sieg blieb ihm verwehrt. In seiner letzten Saison musste er auf seiner Matchless in der Halbliter-Weltmeisterschaft lediglich den beiden unschlagbaren MV-Agusta-Werksfahrern Mike Hailwood und Giacomo Agostini den Vortritt lassen.
Mehr und mehr verlagerte Driver seine Rennsportaktivitäten in Richtung Vierradsport. 1963 versuchte er sich erstmals für den Großen Preis von Südafrika zu qualifizieren. Nachdem er im Training seinen Wagen beschädigt hatte, konnte er nicht am Rennen teilnehmen. Elf Jahre später stand er bei seinem Heim-GP doch noch in der Startaufstellung. Nach wenigen Runden schied er allerdings mit Kupplungsschaden aus.
Jetzt, im hohen Alter von 91 Jahren, sieht sich der äußerst beliebte Südafrikaner einer ganz anderen Herausforderung konfrontiert. Um ihn zu unterstützen, haben seine Kinder Robert und Sally sowie sein Stiefsohn Alex auf der Crowdfunding-Plattform
Rennsportikone ist auf Hilfe angewiesen
«Viele von Ihnen kennen Paddy als leidenschaftlichen und entschlossenen Rennfahrer, der in der Geschichte des Motorsports seine Spuren hinterlassen hat. Er fuhr auf höchstem Niveau sowohl in der südafrikanischen Formel 1 als auch im Motorrad-Weltmeisterschaft und erreichte 1965 einen unglaublichen dritten Platz in der 500er-WM. Im Laufe seiner Karriere fuhr er für einige der legendärsten Namen im Rennsport – darunter Norton, Matchless, Lotus, McLaren, March, Lola und sogar den legendären Ford GT40. Paddy fuhr sie alle!»
«Doch jenseits der Auszeichnungen, Trophäen und Maschinen war Paddy für seine Entschlossenheit, Leidenschaft und seinen unermüdlichen Kampfgeist bekannt – Eigenschaften, die ihn sowohl auf als auch abseits der Rennstrecke auszeichneten. Er glaubte daran, Dinge auf der Rennstrecke zu klären, und legte in seiner langen Karriere nie Protest ein.»
«Heute steht unser Vater vor einer ganz anderen Herausforderung. Bei ihm wurde Demenz diagnostiziert. Zwar ist er körperlich noch fit, doch sein Gedächtnis hat erheblich nachgelassen, und er kann sich nicht mehr an viele der unglaublichen Erfolge und Momente erinnern, die sein Leben und seine Karriere geprägt haben.»
Die finanziellen Mittel sind erschöpft
«Paddy wird bereits seit einiger Zeit gepflegt, doch leider sind seine finanziellen Mittel erschöpft. Wir sind dabei, seine Vermögenswerte zu verkaufen, was jedoch einige Zeit in Anspruch nehmen wird, weshalb wir diese Finanzierung benötigen. Paddy benötigt monatlich 1.500 £, um die Kosten für seine Pflegeheimunterbringung und die laufenden medizinischen Bedürfnisse zu decken. Diese Mittel fließen direkt in die Gewährleistung des Komforts, der Würde und der Unterstützung, die er in dieser Phase seines Lebens verdient.»
«Wenn Sie Paddy kannten, seine Karriere verfolgt haben oder einfach von seiner Geschichte bewegt sind, wären wir für jeden Beitrag, egal wie klein, zutiefst dankbar. Und wenn Sie nicht spenden können, würde es uns genauso viel bedeuten, wenn Sie diese Seite teilen. Es sieht so aus, als stünde uns ein langer Weg bevor, denn Paddy ist ein zäher Kerl und keineswegs auf der Zielgeraden.»
«Vielen Dank, dass Sie uns helfen, einen Mann zu versorgen, der so viel gegeben, so viele inspiriert hat und nach wie vor zutiefst geliebt wird. Mit Dankbarkeit, Robert, Sally & Alex»
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