Motocross-WM MXGP • Neu
Deshalb durften Tim Gajser und Tom Vialle nicht starten: Das Regelwerk
In der Pressekonferenz nach dem Frankreich-Grand-Prix übte der französische Kawasaki-Werksfahrer Romain Febvre scharfe Kritik am Verhalten der FIM-Offiziellen in beiden MXGP-Läufen.
Der Grand Prix of France wurde von einigen schweren Unfällen überschattet. Im ersten Lauf der MXGP stürzte Thibault Benistant an einer Bergabpassage und blieb bewusstlos am Boden liegen. Nach dem heftigen Crash von Tom Vialle im zweiten Lauf wurde das Rennen abgebrochen, obwohl alle Beteiligten des Sturzes aufstehen konnten. Darüber wunderte sich nach dem Rennen auch Lucas Coenen, der zum Zeitpunkt des Abbruchs das Rennen anführte. «Als Benistant am Boden lag, unternahmen sie nichts und im zweiten Lauf haben sie dann gleich die rote Fahne gezückt», erklärte der Belgier nach der Podiumszeremonie.
«Zunächst einmal ist wieder niemand von der FIM hier bei der Pressekonferenz anwesend», erklärte Romain Febvre. «Sie haben keinen Respekt vor den Fahrern. Im ersten Lauf stürzte Thibault Benistant schwer. Er lag auf dem Boden. Mindestens 5 Runden lang wurden die gelben Flaggen geschwenkt, als er bewusstlos am Boden lag. Er spürte seine Beine nicht und musste mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen werden. Warum wurde in dieser Situation die rote Flagge nicht geschwenkt? Warten sie darauf, dass jemand stirbt? Ich verstehe es einfach nicht. Wir agieren hier auf höchstem Niveau und sie verhalten sich auf niedrigstem Level wie bei einem lokalen Rennen.»
Warten sie darauf, dass jemand stirbt?Romain Febvre
Danach sprach Febvre die Situation vor dem Neustart an. Tom Vialle, der den Crash verursacht hatte, wollte starten, durfte aber nicht. Tim Gajser wechselte auf das Ersatzmotorrad, wurde aber zurückgepfiffen. «Es kam zum Rennabbruch im zweiten Lauf und sie wussten einfach nicht, was zu tun ist», reklamiert Febvre. «Sie haben in dieser Situation komplett die Kontrolle verloren. Ich kann das einfach nicht verstehen. So oder so – es wird sich nichts ändern, auch wenn ich hier noch 10 Minuten darüber lamentiere.»
Am Ende äußerte sich der Weltmeister zur Strecke: «Der Kurs war gut präpariert, dagegen kann man nichts sagen. Aber er ist einfach viel zu eng. Es gibt kaum Überholmöglichkeiten. In den Sektoren 1 und 2 kann man praktisch gar nicht überholen. Ich möchte nichts gegen das Engagement des Clubs sagen, aber wir haben so viele gute Strecken hier in Frankreich. Das sollte besser werden.»
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