Supersport-WM • Neu
WM-Fünfter Philipp Öttl (Ducati): Ehrliche Analyse seiner Aragon-Leistung
Nach dem Michelin-Test im MotorLand Aragón am Montag und Dienstag dieser Woche steht fest, dass die Superbike-WM im kommenden Jahr nicht durch die Reifen eingebremst werden wird.
In fünf Monaten beginnt in der Superbike-WM eine neue Zeitrechnung, wenn unmittelbar nach dem Saisonfinale Pirelli als Alleinausrüster abgelöst wird – seit 2004 hatten die Italiener das Monopol in der seriennahen Weltmeisterschaft. Die Superbike-WM war damals die erste hochkarätige Serie, die diesen Schritt vollzog.
Den letzten WM-Titel vor der Einheitsreifenregel gewann Neil Hodgson (Ducati) auf Michelin. Ab 2027 wird der Hersteller aus Clermont-Ferrand alle Superbike-Serien mit Reifen ausrüsten. Befürchtungen, dass die Rundenzeiten der Top-Serie mit Michelin langsamer werden würden, waren unbegründet, dies hat der zweitägige Aragón-Test in dieser Woche gezeigt.
Nachdem Iker Lecuona (Ducati) am Montag in 1:49,387 min für die schnellste Zeit sorgte, steigerte sich der Spanier am Dienstagvormittag auf eine 1:48,619 min – am Rennwochenende fuhr der 26-Jährige bei vergleichbaren Bedingungen im Superpole-Race in 1:48,173 min seine schnellste Rennrunde. Die schnellsten Runden wurden am kühleren Vormittag gefahren.
WM-Leader und Teamkollege Nicolò Bulega (Ducati) verzichtete wie weitere Piloten auf den zweiten Testtag. In der Nachmittagssession waren sogar nur noch die Yamaha-Werkspiloten Xavi Vierge und Andrea Locatelli sowie Somkiat Chantra mit der Honda Fireblade auf der Strecke.
Von den Rekorden ist man zwar noch weit entfernt, was im Rahmen eines Tests jedoch auch nicht zu erwarten war. Außerdem bietet Michelin keinen speziellen Qualifyer-Reifen an.
Wie immer bei Tests gilt: Die erreichten Rundenzeiten haben wenig Aussagekraft, weil nur die Teams und Fahrer wissen, in welcher Konfiguration und mit welchem fahrerischen Einsatz sie erreicht wurden.
Pos
Fahrer (Nation/Motorrad)
Zeit
Diff
1.
Iker Lecuona (E/Ducati)
1:48,619 min
2.
Garrett Gerloff (USA/Kawasaki)
1:48,765
+ 0,146 sec
3.
Xavier Vierge (E/Yamaha)
1:49,363
+ 0,744
4.
Andrea Locatelli (I/Yamaha)
1:49,391
+ 0,772
5.
Axel Bassani (I/Bimota)
1:49,576
+ 0,957
6.
Remy Gardner (AUS/Yamaha)
1:49,663
+ 1,044
7.
Stefano Manzi (I/Yamaha)
1:49,877
+ 1,258
8.
Somkiat Chantra (T/Honda)
1:49,883
+ 1,264
9.
Alex Lowes (GB/Bimota)
1:49,937
+ 1,318
10.
Michael van der Mark (NL/BMW)
1:49,972
+ 1,353
11.
Tommy Bridewell (GB/Ducati)
1:49,991
+ 1,372
12.
Nicolo Bulega (I/Ducati)
1:50,230
+ 1,611
13.
Xavi Fores (E/Bimota)
1:50,716
+ 2,097
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