Steiner: «Meine Aufgabe ist es, das Team für die Zukunft vorzubereiten»
Für Tech3-Boss Günther Steiner ist die MotoGP der aufregendste Sport der Welt. Er liebe es, zu den Rennen zu gehen, obwohl es ihn da eigentlich gar nicht brauche. Wie er seinen Job sieht.
Günther Steiner hat zusammen mit anderen Investoren das Tech3-Team von Hervé Poncharal übernommen. 2026 erlebt der Südtiroler als Geschäftsführer des Traditionsteams seine erste MotoGP-Saison. Steiner war viele Jahre in der Formel 1 tätig – dort kannte er sich bestens aus. Die Königsklasse der Motorrad-Weltmeisterschaft ist für ihn jedoch Neuland.
«Für mich ist die MotoGP neu. Es ist der aufregendste Sport der Welt. Es ist immer wieder überraschend, wie eng es in diesem Sport zugeht und wieviel Einfluss der Fahrer hat», meinte Steiner im Interview mit den Kollegen von motogp.com. «Die Fahrer sind anders als normale Menschen, denn man muss anders sein, um das zu tun, was sie tun. Es ist unglaublich, was diese Jungs auf einem Bike machen. Wir denken alle, dass wir wissen, wie man Motorrad fährt, aber sie fahren nicht nur ein Bike, sondern eine unglaubliche Maschine auf einem sehr hohen Level. Man kann es auf dem Bildschirm sehen – man muss sich nur vorstellen, das zu tun, was sie machen. Für mich als Mensch ist es unmöglich. Ich kann sehen, wie viel Risiko sie eingehen müssen – sie stürzen, stehen wieder auf und rennen zurück, um gleich wieder auf ihr Bike zu steigen.»
Günther Steiner: «Hart arbeiten, um besser zu werden»
In der MotoGP-Saison 2026 lief es sportlich bislang nicht sehr gut für das KTM-Tech3-Team. Maverick Vinales erwischte einen miserablen Start und konnte in Thailand und Brasilien keine Punkte einfahren. In Austin warf er unter Schmerzen das Handtuch – bei «Top Gun» hatte sich in der linken Schulter eine Schraube gelöst. Er musste sich operieren lassen und konzentriert sich derzeit auf die Genesung. Das Ziel von Vinales ist es, in Jerez zurückzukehren. Enea Bastianini brauchte in diesem Jahr Zeit, um in Schwung zu kommen. In Austin war der Italiener stark und belegte die Ränge 3 und 6.
Für seinen MotoGP-Start hätte sich Günther Steiner bessere Ergebnisse gewünscht. Er selbst konzentriert sich derzeit darauf, sich in dem für ihn neuen Umfeld zurechtzufinden. «Für den Moment bin ich sehr happy. Ich muss immer noch viel dazulernen und in den ersten sechs Monaten geht es vor allem darum, die Leute und das Geschäft kennenzulernen. Am meisten genieße ich es, wenn wir zu den Rennen gehen und großartige Momente erleben. Derzeit haben wir aber nicht viele davon. Wir müssen in der MotoGP einfach hart arbeiten, um besser zu werden – es ist Teamarbeit», betonte Steiner. «Ich liebe es, zu den Rennen zu gehen, aber die Jungs können das auch ohne mich. Meine Aufgabe ist es, das Team für die Zukunft vorzubereiten – was wir 2027 und darüber hinaus machen. Ich bereite den Weg in die Zukunft vor.»
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