Leo Rammerstorfer vor Heim-GP: «Red Bull Ring – meine Lieblingstrecke!»
Unweigerlich werden die Kameras beim anstehenden Österreich-Grand-Prix auf die Startnummer 5 der Moto3-WM scharf stellen. Vor dem Heim-GP machte Leo Rammerstorfer in Misano Werbung in eigener Sache.
Auch wenn es nur wenige Minuten waren – das Grinsen bei deutschsprachigen Motorradfans war nicht zu übersehen, als Leo Rammerstorfer auf Platz 1 beim Moto3-Training in Misano geführt war. Der Hintergrund war simpel. Auf der feuchten Strecke ging der Österreicher hohes Risiko und fand ohne Druck das Vertrauen in Regenreifen und Honda-Renner. Zwar wurde es am Ende nur Rang 2 hinter Joel Kelso, aber das Lebenszeichen des Rookies aus dem Mühlviertel war nicht zu übersehen.
Am GP-Samstag ähnelten sich Verhältnisse und Resultat. Wieder mussten die Youngster in der Früh auf noch nasserer Piste als am Freitag auf die Adria-Rennstrecke und wieder tauschte der SIC58-Pilot zur Freude der Heimmannschaft im vorderen Feld auf. Als Achter beendete Leo Rammerstorfer das FP2 drei Positionen vor WM-Dominator Maximo Quiles.
Auf komplett trockener Piste konnte der 22-Jährige das Tempo der Spitze allerdings nicht mehr mitgehen. Im Qualifying büßte Rammerstorfer zwei Sekunden auf Startplatz 1 (David Almansa) ein – Rang 23.
Richtig bitter wurde es dann im Großen Preis von San Marino. Die erste Runde war nicht beendet, da kreiselte der Neuling nach einer Kollision mit Snipers-Honda-Pilot Nicola Carraro von der Piste. Der Doppel-Crash der jungen Markenkollegen wurde von der Rennleitung als klassischer Rennunfall gewertet; Strafen gab es keine.
Nach der wechselhaften Runde an der Adria steht Runde 15 unter anderen Vorzeichen. Zwar liegt der Heimatort Rammerstorfers im Land Oberösterreich und nicht in der Steiermark – doch alle Voraussetzungen für den ersten Heim-Grand-Prix sind erfüllt. Leo Rammerstorfer reiste als 24. der Gesamtwertung nach Spielberg.
Enthusiastisch sagte Leo Rammerstorfer SPEEDWEEK.com: «Als guter GP-Pilot sollte man wohl keine Lieblingsstrecke haben. Es gilt, auf jedem Kurs voll dabei zu sein. Ich sehe mich als Fahrer, der sich gut adaptieren kann und sich schnell zurechtfindet – aber trotzdem ist der Red Bull Ring meine absolute Lieblingsstrecke.»
Im Gegensatz zu vielen anderen Rennstrecken kennt der Moto3-Novize den Kurs bestens. Rammerstorfer war hier bereits als Red Bull-Rookie aktiv und erfolgreich – 2025 beendete er beide Rennen in den Punkten, Platz 7 im zweiten Rennen war das drittbeste Resultat des Youngsters, der erst spät zum Moto3-Piloten in die Mannschaft von Paolo Simoncelli berufen wurde und schon beim Auftaktrennen in Thailand den ersten WM-Punkt einfuhr.
Leo Rammersdorfer, dessen SIC58-Mannschaft passenderweise permanent in Österreichs Nationalfarben unterwegs ist: «Ich kann es kaum erwarten, auf dem Red Bull Ring meinen allerersten Heim-Grand-Prix zu bestreiten. Vor meiner Familie, meinen Freunden, meinen Partnern und den österreichischen Fans anzutreten, ist ein Traum, der wahr wird. Ich bin bereit, diesen besonderen Moment zu genießen und auf der Strecke alles zu geben.»
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