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GRT-Yamaha-Pilot Dominique Aegerter war nach den Superbike-Rennen in Estoril anzusehen, wie anstrengend das Wochenende für ihn nach seiner Verletzungspause war. Motorradfahren sieht er als die beste Therapie.
Ende August brach sich Dominique Aegerter beim Training mit dem Mountainbike vier Rippen rechts, dazu das Schlüsselbein; das Schulterblatt und Schulterdach waren angebrochen. Der Schweizer wurde an der Schulter operiert, jetzt hat er ähnliche Narben auf beiden Seiten.
Wie jeder Rennfahrer wollte Domi nach dem Unfall so schnell wie möglich zurück aufs Motorrad, bei der medizinischen Überprüfung am Donnerstag vor den Rennen in Estoril schaffte er mangels Kraft und wegen schmerzender Rippe aber
"Ich habe mehr Punkte geholt als in den letzten drei Events, und auch mehr als in Most und Misano", schmunzelte Aegerter. "Aber mir geht es schlecht, ich habe Schmerzen und keine Power. Die Rippe tut beim Schnaufen weh, die Schmerzen in der Schulter sind muskulär. Aber es war ganz klar gut, dass ich dabei war. Ich bin zwei Monate kein Motorrad gefahren, da ist es ganz normal, dass du dann nach dem ersten Mal Muskelkater hast. Glück war, dass ich am Freitag im Nassen anfangen konnte. Das war zwar mit Risiko verbunden, aber es war leichter als im Trockenen. Besonders das zweite Rennen war hart, die letzten zehn Runden musste ich beißen."
Am Montag machte Domi frei und reiste nach Jerez, wo am kommenden Wochenende das SBK-Finale stattfindet. "Am Dienstag werde ich dann sehen, wie es mir geht", meinte er beim Treffen mit SPEEDWEEK.com. "Ich muss unbedingt ein bisschen die Schultermuskulatur trainieren, da ist fast nichts mehr da. Das kann ich aber nur machen, wenn der Muskelkater und die Entzündung gut sind. Ich war schon in Estoril bei der Massage, da haben sie mir aber so fest auf den Rücken gedrückt, dass die Rippen weh taten. Ich habe in Jerez einige Kontakte und werde am Mittwoch schauen, dass ich zur Physiotherapie kann. Ab Donnerstag sind die Leute der Clinica Mobile dann wieder an der Strecke und ich kann zu ihnen. Letztlich zeigen dir die Physios aber nur, welche Übungen ich machen kann oder soll und tapen vielleicht ein bisschen. Am Ende muss ich die Muskeln selbst aufbauen."
Aegerter wird unter der Woche besonderes Augenmerk auf die Entspannung legen: "Gut schlafen und essen ist das Wichtigste. Und dann leichtes Training. Joggen war ich seit dem Unfall erst einmal, das ist mit den Schlägen auf die Schulter nicht top. Ich werde sicher zum Erholen ein bisschen aufs Fahrrad gehen."
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