Eugene Laverty: «Bonovo soll das beste BMW-Team sein»
Nach der Superbike-WM 2022 hing Eugene Laverty Helm und Lederkombi an den Nagel und wechselte ins Management von Bonovo action BMW. Der Nordire traut Scott Redding und Garrett Gerloff in diesem Jahr Siege zu.
Eugene Laverty war am 20. November 2022 im zweiten Superbike-Lauf auf Phillip Island schwer gestürzt. Drei Wochen musste der 37-Jährige in Australien verbringen, bevor er transportfähig war und die Heimreise antreten konnte. Laverty hatte während seiner langen Karriere viele schwere Verletzungen erlitten und entschied sich zum Rücktritt. Das Angebot von Bonovo-Boss Jürgen Röder ins Management zu wechseln und das Team mittelfristig zu übernehmen, kam für den 13-fachen Rennsieger zum richtigen Zeitpunkt.
Nach einem Jahr bereut Laverty diesen Schritt nicht.
"Es ist ein angenehmer Übergang. Ich habe Zeit, mich einzuarbeiten, weil der derzeitige Teammanager noch da ist. Also kann ich mir in Ruhe anschauen, wie die Dinge funktionieren", sagte Laverty gegenüber der BBC. "Allerdings vermisse ich das Fahren, wie ich es auch befürchtet hatte. Den Wettbewerb vermisse ich nicht wirklich, denn das lief in den letzten Jahren meiner Karriere nicht mehr sonderlich gut."
In der Superbike-WM 2024 hat Bonovo action BMW den Status eines Werksteams und ist mit Scott Redding und Garrett Gerloff stark besetzt.
"Zusammen mit dem ROKiT-Team sitzen vier Fahrer auf identischen Motorrädern. Da beide BMW-Teams Zugang zum gleichen Material haben, werden wir uns gegenseitig genau beobachten. Wir wollen nett zueinander sein, aber wir werden versuchen, das bessere BMW-Team zu sein, das ist mal klar", schmunzelte der in Portugal lebende Laverty. "Scott ist zu uns gewechselt und er ist derjenige, der viel Erfolg mit der BMW hatte – er hatte mehrere Podiumsplätze mit dem Motorrad. Garrett war 2023 der beste BMW-Fahrer und Scott vor zwei Jahren, wir haben also ein sehr starkes Aufgebot. Unser Motorrad wird immer stärker und ist in diesem Jahr hoffentlich gut genug für Siege. Es wird Rennstrecken geben, auf denen wir straucheln werden, aber es gibt andere Strecken wie Donington Park und Magny-Cours, auf denen wir gewinnen können."
Beim Saisonstart auf Phillip Island hat sich die Hoffnung des Vizeweltmeisters von 2013 jedoch nicht erfüllt. Mit den Plätzen 11, 17 und 17 von Redding sowie 9, 13 und 8 stand man im Schatten des britischen ROKiT-Teams, das mit Toprak Razgatlioglu im Superpole-Race Platz 3 und ein weiteres Top-5-Finish eroberte.
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