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Jaume Masià (Ducati) wie Doohan, Nieto: Eine Kurve, die seinen Namen trägt
Es ist ein wichtiges Wochenende für Superbike-Rekordmann Jonathan Rea in Donington Park. Der Yamaha-Pilot kämpft um seine Zukunft und er konnte nicht zuletzt dank TT-Legende Joey Dunlop ein Top-Ergebnis erzielen.
Vor 25 Jahren verunglückte Motorrad-Legende Joey Dunlop bei einem Rennunfall in Estland. Der 25-fache TT-Sieger auf der Isle of Man gilt in Großbritannien und besonders in Nordirland als Legende und Held. So entschied sich Jonathan Rea für ein spezielles Helmdesign, dass an Joey erinnern soll. Damit fuhr der Yamaha-Werkspilot am Samstag bei der Superbike-WM in Donington Park auf Startplatz 4 und im ersten Rennen auf Platz 5 – sein bestes Saisonergebnis.
"Der Tag war gut. Ich war in der Lage, eine gute Startposition herauszuholen, das war mein größter Schwachpunkt in den letzten 18 Monaten", lautete dann auch das Resümee des 38-Jährigen. "Ich muss mich da noch bei Alex bedanken, bei dem ich mich anhängen konnte, um eine starke Runde zu fahren. Ich hatte dann einen fantastischen Start, kam auf Platz 2 vor, auch wenn Nicolo und Locatelli wieder vorbeikamen. Ich brauchte etwas Zeit, um in meinen Rhythmus zu finden, das gelang mir dann aber Stück für Stück. Zur Mitte des Rennens fühlte ich mich gut, am Ende hing ich aber zu viele Runden hinter Scott feste. Es war insgesamt nicht mehr, als ich erwartete, aber ich bin zufrieden."
Dann holte der sechsfache Weltmeister etwas weiter aus. "Seitdem wir am Freitag hier gewesen sind, war Traktion ein großes Thema. Ich habe Probleme, in dem Moment, wenn ich ans Gas gehe. Die Bewegungen des Bikes sind nicht klar. Wenn wir Wheelspin haben, ist es kein lineares Verhalten, sondern ein ständiges Bewegen", sagte Rea. "Das Chassis ist sehr gut und wir müssen das gute Gefühl maximieren. Wenn das generelle Griplevel aber schlecht ist, haben wir große Probleme in dem Bereich, besonders beim Beschleunigen. Unsere Aufgabe für Sonntag ist also, die Beschleunigung zu maximieren."
"Um Platz 3 hätte ich nicht kämpfen können, Petrucci war zu weit weg. Aber wäre ich schneller an Scott vorbeigekommen, hätte ich sicher mit Loka mithalten können. Es fühlte sich wirklich so an, die Pace war ähnlich und ich konnte ihn lange auf der Strecke beobachten. Er machte ein paar Fehler und ich war in einigen Bereichen besser. Das Problem ist aber, wenn du rankommst an die Jungs, sie auch zu überholen. Ich fühlte mich nicht wirklich in der Lage, ein Manöver zu fahren, außer in der vorletzten Kurve. Du wartest immer auf einen Fehler."
"Ich erwarte wieder gute Starts, das hat zuletzt gut geklappt", betonte der Yamaha-Pilot auf Nachfrage zu seinen Zielen für Sonntag. "Dann sollten wir in einer guten Position sein, um im kurzen Rennen die Top-6 anzupeilen. Ein Kampf um das Podium wäre sicher schöner, aber wir gehen es Schritt für Schritt an – dafür müssen wir weiterarbeiten. Auch im Hauptrennen sollten wir wieder eine gute Möglichkeit auf ein starkes Ergebnis haben. Am Freitag waren wir nicht in guter Verfassung, wir haben also einen großen Schritt gemacht. Vielleicht gelingt uns das am Sonntag erneut."
Auf seine Sonderlackierung angesprochen sagte Rea: "Joey ist eine sportliche Ikone, ganz besonders in meiner Heimat Nordirland ist er ein Vorbild für das ganze Land. Eine absolute Legende. Letzten Monat war ein Gedenktag in seiner Heimat, zehntausend Menschen kamen und ich konnte eines seiner Bikes fahren, es ist von meinem Großvater. Ich habe mich entschieden, mit einem schönen Design an den Start zu gehen, zu Ehren des 25. Todestages. Als ich in der Startaufstellung den Helm auf meinem Tank liegen sah, war ich sehr stolz. Joey hat mir heute Glück gebracht."
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