Xavi Vierge (29) sucht keine Ausrede: Yamaha-Teamkollege macht es besser
Beim Meeting der Superbike-WM auf dem Misano World Circuit war von Yamaha-Werkspilot Xavi Vierge nicht viel zu sehen. Der Spanier hat die Superpole als Ursache seiner Probleme erkannt.
Seit dem Superbike-Meeting in Ungarn befindet sich Xavi Vierge in einer Abwärtsspirale. Sein letztes einstelliges Ergebnis fuhr der 29-Jährige im zweiten Lauf in Assen mit Platz 7 ein. Das bedeutet: Seit bereits vier Meetings steckt der Katalane in einer handfesten Krise.
Wie auf dem Balaton Circuit sowie danach in Most und Aragon begann auch in Misano das Desaster für den Yamaha-Piloten in der Superpole. Von Startplatz 14 ist es in der heutigen Superbike-WM extrem schwer, ein ansprechendes Ergebnis einzufahren.
«Leider ist mir das Qualifying nicht besonders gut gelungen – wir hatten eigentlich einen viel besseren Rhythmus, aber ich habe in der vierten Runde einen Fehler gemacht, der mich viel Zeit gekostet hat. Wir wissen, dass ein Start aus der fünften Reihe das Rennen erschweren kann», gab Vierge zu. «Der entscheidende Punkt für uns ist, ein gutes Qualifying hinzulegen – wenn wir besser starten können, werden die Rennen in Bezug auf die Position auf der Strecke viel besser laufen und wir können das Potenzial unseres Motorrads viel besser ausschöpfen. Für die nächsten Rennen müssen wir uns stark auf die Superpole konzentrieren, um dort gut abzuschneiden.»
Vierge ist selbstkritisch: «Keine Ausreden, es lag in meiner Hand, und wir müssen herausfinden, wie wir morgen schneller sein können, um ein besseres Rennen zu fahren, denn mein Teamkollege Loka hat sehr gute Arbeit geleistet. Er startete als Achter und konnte diese Position bis zum Ende halten, also muss ich lernen, wie er gefahren ist, und versuchen, nach vorn zu kommen!»
Vierge erreichte beim siebten Saisonmeeting in den langen Rennen die Plätze zwölf und elf; im Sprintrennen stürzte er. Zunehmend orientiert sich der WM-14. An seinem Pata Maxus-Teamkollegen Andrea Locatelli, der in Misano drei solide Top-8-Ergebnisse einfahren konnte.
«Es ist klar, dass es wieder ein schwieriges Wochenende war und wir mehr zu kämpfen hatten als erwartet», stöhnte der Yamaha-Pilot. «Im ersten Lauf habe ich versucht, einen guten Start hinzulegen, um nach vorn zu kommen, aber das war nicht möglich. Die Pace war nicht schlecht, aber ich war nicht in der Position, in der ich sein musste. Mein Team hat nach meinem Sturz im Superpole-Race hart gearbeitet, um mir für Rennen 2 wieder ein perfektes Motorrad bereitzustellen. Ich habe mein Bestes gegeben: Ich bin von Platz 14 gestartet, hatte einen guten Start, doch dann hat mich ein Fahrer von der Strecke gedrängt, und ich habe alle Positionen wieder verloren, die ich zuvor gutgemacht hatte. In den letzten 5–6 Runden habe ich den Grip an der rechten Vorderradseite verloren und konnte den Kampf um die Top 10 nicht fortsetzen.»
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