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Formel 1

Kolumne

Unser neues Rätsel Racing-Raritäten: Fast ein Bub

Bei unserem Rätsel Racing-Raritäten sehen wir einen Fahrer, der nur fast ein Bub ist, auf der Piste aber ein echter Mann. Wer ist das? Wo und wann wurde dieses Foto aufgenommen? Machen auch Sie mit!

Im Artikel erwähnt

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Wer ist das? Wo und wann ist das Bild aufgenommen worden?
Wer ist das? Wo und wann ist das Bild aufgenommen worden?
Foto: Grand Prix Photo
Wer ist das? Wo und wann ist das Bild aufgenommen worden?
© Grand Prix Photo

Meist aus dem Archiv unserer Foto-Partner XPB und Grand Prix Photo stellen wir jede Woche ab Dienstag ein kleines Stück Motorsport-Historie vor. Sagen Sie uns, wer zu erkennen ist (Beispiel: Jo Siffert, Monza, 1970) und rätseln Sie um die Ehre mit – zu gewinnen gibt es nichts. Schicken Sie Ihre Lösung an: mathias.brunner@speedweek.com. Einsendeschluss ist Sonntag der laufenden Woche, um 24.00 Uhr.

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Die Teilnahme ist kostenlos. Teilnahmeberechtigt sind Personen ab 18 Jahren. Mitarbeiter der beteiligten Unternehmen sind ausgeschlossen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Die im Rahmen des Rätsels übermittelten Daten werden ausschliesslich zur Durchführung verwendet und nicht an Dritte weitergegeben. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Für das neue Rätsel gilt: Dieser Fahrer (fast ein Bub) ist hier auf einer der grossen Traditions-Rennstrecken der Welt zu sehen, feierte aber seine grössten Erfolge auf einer anderen Piste mit fabelhafter Historie

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Unser Hinweis für die letzte Aufgabe lautete: Dieser vielseitige Fahrer trat nur einmal für dieses Traditions-Team an. Und auch die Fahrzeugnase ist für diesen Rennwagen eine Rarität.

Die Lösung: Der Neuseeländer Chris Amon pilotiert in Mosport Park (Kanada) 1973 einen Tyrrell-Ford, die Briten experimentierten mit einer anderen Rennwagen-Nase.

Chris Amon ist nichts weniger als eine Rennlegende, der vielleicht beste Formel-1-Fahrer, der nie einen F1-WM-Lauf gewinnen konnte.

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Amon fuhr zwischen 1963 und 1976 in der Formel 1 und nahm für insgesamt elf Rennställe, darunter auch Ferrari, an 96 Rennen teil.

Er gehörte gemeinsam mit Bruce McLaren und Denny Hulme zum bekannten neuseeländischen Fahrertrio der damaligen Zeit. Fünf Mal stand er in seiner Karriere auf der Pole-Position, doch selbst das führte nicht dazu, dass er einen Sieg feiern konnte.

Der liebe Gott hatte Chris Amon reichlich Talent in die Wiege gelegt. Der stille Neuseeländer gewann mit allem, was vier Räder hatte: Le Mans, Sportwagen-WM, Formel 2, Tasman Series, Formel 5000, Tourenwagen, ausser in der Formel-1-WM.

Kein Pilot hat in der Weltmeisterschaft mehr Runden geführt, ohne je einen WM-Lauf zu gewinnen. Bei nicht zur WM zählenden Rennen gewann Chris sehr wohl – wie in Silverstone 1970 mit March oder in Argentinien 1971 mit Matra.

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Amon, der am 3. August 2016 dem Krebs erlag, führte 183 Runden im Rahmen der Formel-1-WM. Erfolglos. Es ging immer etwas schief.

Mal zerrte er in Monza 1971 statt einer Abreissfolie gleich das komplette Visier vom Helm und sah im Fahrtwind dann nichts mehr. Mal handelte er sich einen Platten ein, einmal mehr überlegen führend, wie in Clermont-Ferrand 1972. Mal streikte der Motor (USA 1967), dann das Getriebe (Kanada 1968).

Auch das Timing in Sachen Teams war schlecht: 1969 verliess Amon das grosse Ferrari, weil die Italiener die Standfestigkeit nicht im Griff hatten. 1970 gewannen die Italiener mit Jacky Ickx und Clay Regazzoni vier Grands Prix …

Legendär der Spruch seines langjährigen Pistenrivalens Mario Andretti: «Chris hat so viel Pech – wäre er ein Bestatter, würden die Leute aufhören zu sterben.»

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