Malaysia-GP: Bei Ferrari nur Katastrophe und Reue

Von Rob La Salle
Formel 1
Malaysia-GP: Bei Ferrari nur Katastrophe und Reue

Malaysia-GP: Bei Ferrari nur Katastrophe und Reue

Die internationale Presse feiert nach dem Malaysia-GP vor allem Sieger Max Verstappen. Aber auch Sebastian Vettel wird nach seiner furiosen Aufholjagd von allen Seiten gelobt.

Der Telegraaf in Verstappens Heimat Niederlande brachte die Gefühle bei den Fans des 20-Jährigen wohl am besten auf den Punkt: «Endlich! In einer Saison voller Rückschläge und Frustration zeigte sich Max Verstappen als Sportler von beispielloser Größe. Der überzeugende Sieg beim Großen Preis von Malaysia fühlte sich an wie eine Belohnung für seine Entschlossenheit in einer Katastrophen-Saison.»

In Italien werden nach dem desaströsen Wochenende von Ferrari, bei dem zumindest Sebastian Vettel ein wenig Schadensbegrenzung betrieb, derweil die Wunden geleckt. «Wir hatten uns der Illusion hingegeben, dass Ferrari die Vergangenheit hinter sich gelassen hat. Die Resultate der letzten Rennen bezeugen das Gegenteil», schrieb die Gazzetta dello Sport.

England

The Sun: Wheely unlucky! Sebastian Vettel mit Dreirad nach einem bizarren Crash nach der Zieldurchfahrt. Zuvor war der viermalige Weltmeister durch das Feld gepflügt und holte sich vom letzten Startplatz aus noch den vierten Rang. Der Sieg aber geht an 'Max Power'. Einen Tag nach seinem 20. Geburtstag feiert Verstappen einen fantastischen Erfolg.

The Telegraph: Hamilton baut seine WM-Führung trotz inakzeptabler Probleme mit seinem Auto aus. Nach Platz zwei hatte er sichtlich damit zu kämpfen, seine Gemütslage nach einem Wochenende voller Hochs und Tiefs einzuordnen. Ferrari war erneut das schnellste Auto im Feld. Mercedes kann von Glück sagen, dass Hamilton das Talent besitzt, Risse zu übertünchen.

The Guardian: Max Verstappen war endlich einmal vom Glück begünstigt. Der Red-Bull-Pilot musste fast eine gesamte Saison Geduld aufbringen bis zu seinem zweiten Formel-1-Sieg. Die Form von Red Bull und Ferrari in Sepang hat bei Mercedes nichts als Stirnrunzeln hinterlassen.

Daily Mail: Max Verstappen brüllt sich mit einer unglaublichen Leistung zum Sieg in Malaysia. Trotz Sebastian Vettels bemerkenswerter Fahrt baut der träge Lewis Hamilton seinen Vorsprung in der WM auf 34 Punkte aus. Der Deutsche arbeitete unermüdlich, um Boden gutzumachen - und sicherte sich einen bemerkenswerten vierten Platz.

Niederlande

Telegraaf: Endlich! In einer Saison voller Rückschläge und Frustration zeigte sich Max Verstappen als Sportler von beispielloser Größe. Der überzeugende Sieg beim Großen Preis von Malaysia fühlte sich an wie eine Belohnung für seine Entschlossenheit in einer Katastrophen-Saison.

Algemeen Dagblad: Eisenstarker Verstappen gewinnt den Großen Preis von Malaysia. Einen Tag nach seinem 20. Geburtstag machte sich Verstappen das schönste Geschenk selbst.

Italien

Gazzetta dello Sport: Wir hatten uns der Illusion hingegeben, dass Ferrari die Vergangenheit hinter sich gelassen hat. Die Resultate der letzten Rennen bezeugen das Gegenteil. Der substanzielle Unterschied ist, dass Ferrari jetzt über ein besseres Auto verfügt. Vettel, der vom letzten Platz aus startet, hat ein fantastisches Rennen hinter sich gebracht. Der WM-Kampf ist für Sebastian noch offen, er muss aber die letzten fünf Rennen gewinnen.

Corriere dello Sport: Aufholjagd mit Wut im Bauch: Vettel tut alles, was in seiner Macht steht, und überholt einen Rivalen nach dem anderen. Alonso bezeugt mit seinem Verhalten seine noch nicht verarbeitete Wut auf Ferrari. Schade, denn Ferrari war überaus wettbewerbsfähig und hätte den Sieg schaffen können.

Tuttosport: In Sepang siegt zwar Max Verstappen, doch der große Protagonist heißt Sebastian Vettel, der nach dem Desaster der Qualifikation den vierten Platz erobert. Ferrari war mit katastrophalen Erwartungen ins Rennen gegangen, Vettels Talent hat die Lage gerettet. Für Ferrari ist der Traum vom WM-Titel noch nicht verraucht.

La Repubblica: Bei Ferrari nur Katastrophe und Reue: Drei Motoren sind in 24 Stunden verbrannt. Sepang wird für Maranello schwer zu verarbeiten sein. Der Knoten der Sorgen und der Reue erdrosselt die Ferrari-Mitglieder. Reue, weil Ferrari in den letzten zwei Rennen bei weitem das schnellste Auto hatte. Doch Pech verfolgt Ferrari, und der WM-Titel rückt in immer weitere Ferne.

Corriere della Sera: Es war ein episches und groteskes Rennen zugleich. Vettel ist der Protagonist einer unglaublichen Aufholjagd, einer beeindruckenden Leistung. Der vierte Platz ist nur ein kleiner Trost an dem Tag, an dem Max Verstappen, ein Grand-Prix-König von 20 Jahren, den zweiten Sieg seiner Karriere feiert.

Spanien

Marca: Verstappen schlägt Hamilton, Vettel ist immer noch am Leben. Brillanter Sieg von Verstappen, trotzdem ist Vettel der Protagonist des Rennens mit seiner heroischen Aufholjagd. So schnell gibt Seb nicht auf, er kämpft weiter um seine Chance auf den WM-Titel. Ein fantastischer Tag für Red Bull.

AS: Verstappen radiert in Malaysia alle aus. Eine der größten Aufholjagden im Leben des Sebastian Vettel, vom 20. auf den vierten Platz. Vettel wusste, dass er das beste Auto für diese Rennstrecke hatte. Hamilton spulte sein Rennen auf dem zweiten Platz seelenruhig ab. Er vergrößert seinen Vorsprung auf Vettel, aber der Kampf um die WM-Krone bleibt spannend.

Sport: Verstappen legt seine Reifeprüfung in Sepang ab, astreines Rennen des Niederländers und ein schönes Geburtstagsgeschenk. Spektakuläre Aufholjagd von Vettel, dennoch war es ein unheilvolles Wochenende für Ferrari. Ferrari hat eine große Chance verspielt an einem Wochenende mit einem besseren Boliden. Trotzdem: In den letzten fünf Rennen kommt nochmal Spannung auf.

El Mundo Deportivo: Verstappen schenkt sich zum Geburtstag einen Sieg. Vettel streichelt das Podium mit seiner Aufholjagd. Lewis Hamilton wollte nichts riskieren und sicherte den zweiten Platz, um seinen Vorsprung auf Vettel auf 34 Punkte zu vergrößern. Der Deutsche wird aber in den letzten fünf Rennen alles versuchen, um Hamilton den Titel streitig zu machen. Vettel machte ein perfektes Rennen von Startplatz 20.

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