Philipp Eng: «Simulator-Test bei Red Bull grossartig»

Von Gerhard Kuntschik
Formel 1

​Hätten Sie es noch gewusst? Im Dezember 2008 rückte Philipp Eng in Mexiko mit einem Formel-1-BMW-Sauber aus. Nun feierte der 30jährige Salzburger sein Comeback – im virtuellen Bahrain-GP für Red Bull Racing.

Die Formel-1-Pause dauerte elf Jahre und drei Monate. So viel Zeit liegt zwischen den Testfahrten für BMW-Sauber im Dezember 2008 im Autódromo Hermanos Rodríguez von Mexiko-Stadt und dem Auftritt im virtuellen Bahrain-Grand Prix am 22. März, in dem Philipp Eng Platz 3 herausfuhr.

In der Presseaussendung von Aston Martin Red Bull Racing wurde er sogar als Red Bull-Pilot bezeichnet – haben wir da etwas verpasst, Philipp? «Nein», meint der Salzburger lächelnd, «Ich freue mich zwar seit 2018 über persönliche Unterstützung von Red Bull Österreich, aber ich gehöre nicht dem Red Bull-Kader an.» Wobei es Eng in seinen Anfangsjahren in der Formel BMW schon einmal ins RB-Nachwuchsteam geschafft hatte.

Wie kam das kurzfristige Engagement bei Red Bull Racing zustande? «Das lief durch enge Kontakte eines BMW-Technikers mit einem Kollegen bei RBR», erzählt Eng. «Der wusste, dass ich mich mit E-Sports schon beschäftigte, offenbar dabei gute Figur dabei machte und interessiert war.»

Und so durfte Eng Max Verstappen ersetzen, zumindest im virtuellen Bereich, und machte das mit Pole-Position und Platz 3 nicht schlecht – aus seinem Wohnzimmer in Mondsee. «Alle Teilnehmer hatten das gleiche Programm auf dem Computer, wir waren mit dem Rennleiter in London verbunden, der die Kommandos gab. Das Fahren war dann unsere Sache», erklärt Eng.

Der Bahrain International Circuit war für den BMW-Werkpiloten kein Neuland: Im Dezember 2015 fuhr Eng dort die Rookie-Tests nach dem WEC-Finale im Werks-Porsche 911 als doppelter Cup-Meister – um wenige Tage später überraschend bei BMW zu unterschreiben.

Wie geht es nun auf dem virtuellen Spielplatz weiter? Eng glaubt, dass «angesichts der aktuellen Situation dies noch einige Zeit der einzige Sport für uns sein wird».

Ob es ein weiteres Antreten für Red Bull Racing zumindest am Computer geben wird, ist offen. «Ich würde mich jedenfalls freuen.» Und noch toller fände es der 30-Jährige, «wenn ich einmal die Chance auf einen Simulator-Test bei Red Bull Racing bekäme». Nur so zum Vergleich mit dem Stammpiloten Max Verstappen und Alex Albon sowie dem Testpersonal Sébstien Buemi und Sérgio Sette Câmara.

Was die DTM-Saison betrifft, ist Eng genauso im Ungewissen wie alle anderen. «Ich tausche mich öfters mit Lucas Auer aus. Und wir warten aufs News aus München beziehungsweise von der ITR.»

Der gegenwärtige Formel-1-Kalender 2020
14. Juni: Montreal, Circuit Gilles Villeneuve/CDN
28. Juni: Le Castellet, Circuit Paul Ricard/F
05. Juli: Spielberg, Red Bull Ring/A
19. Juli: Silverstone, Silverstone Circuit/GB
02. August: Mogyoród bei Budapest, Hungaroring/H

30. August: Francorchamps, Circuit de Spa-Francorchamps/B
06. September: Monza, Autodromo Nazionale/I
20. September: Singapur, Marina Bay Street Circuit/SGP
27. September: Sotschi, Sochi Autodrom/RUS
11. Oktober: Suzuka, Suzuka Circuit/J
25. Oktober: Austin, Circuit of the Americas/USA
1. November: Mexico City, Autódromo Hermanos Rodríguez/MEX

15. November: São Paulo, Autódromo José Carlos Pace/BR
29. November: Abu Dhabi, Yas Marina Circuit/UAE

Ohne neuen Termin
Shanghai, Shanghai International Circuit/RCH
Melbourne, Albert Park Circuit/AUS
Bahrain, Bahrain International Circuit/BRN
Hanoi, Street Circuit Hanoi/VN
Zandvoort, Circuit Park Zandvoort/NL
Montmeló bei Barcelona, Circuit de Barcelona-Catalunya/E
Aserbaidschan, Baku City Circuit/AZ

Abgesagt
Monte Carlo, Circuit de Monaco/MC

Das ursprüngliche WM-Programm

15. März: Melbourne, Albert Park Circuit/AUS
22. März: Bahrain, Bahrain International Circuit/BRN
5. April: Hanoi, Street Circuit Hanoi/VN
19. April: Shanghai, Shanghai International Circuit/RCH
3. Mai: Zandvoort, Circuit Park Zandvoort/NL
10. Mai: Montmeló bei Barcelona, Circuit de Barcelona-Catalunya/E
24. Mai: Monte Carlo, Circuit de Monaco/MC
7. Juni Aserbaidschan, Baku City Circuit/AZ
14. Juni: Montreal, Circuit Gilles Villeneuve/CDN
28. Juni: Le Castellet, Circuit Paul Ricard/F
5. Juli: Spielberg, Red Bull Ring/A
19. Juli: Silverstone, Silverstone Circuit/GB
2. August: Mogyoród bei Budapest, Hungaroring/H
30. August: Francorchamps, Circuit de Spa-Francorchamps/B
6. September: Monza, Autodromo Nazionale/I
20. September: Singapur, Marina Bay Street Circuit/SGP
27. September: Sotschi, Sochi Autodrom/RUS
11. Oktober: Suzuka, Suzuka Circuit/J
25. Oktober: Austin, Circuit of the Americas/USA
1. November: Mexico City, Autódromo Hermanos Rodríguez/MEX
15. November: São Paulo, Autódromo José Carlos Pace/BR
29. November: Abu Dhabi, Yas Marina Circuit/UAE

Mehr über...

Weblinks

siehe auch

Kommentare

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben.

Covid-19: Gedanken zu Lehren aus der Vergangenheit

Von Günther Wiesinger
Wer bis jetzt noch kein Verständnis für die rigorosen Maßnahmen der Regierungen und Behörden zur Covid-19-Eindämmung aufbringt, hat den Ernst der Lage nicht begriffen.
» weiterlesen
 

TV-Programm

Do. 19.03., 11:30, ORF Sport+
Formula E Street Racers
Do. 19.03., 12:35, ORF Sport+
Formel 1
Do. 19.03., 12:35, ORF Sport+
Formel 1 Grand Prix von Österreich, 1. Heimsieg von Niki Lauda 1984, Highlights
Do. 19.03., 13:00, Motorvision TV
Nordschleife
Do. 19.03., 15:10, Motorvision TV
Classic Ride
Do. 19.03., 15:35, Sky Action
Rush - Alles für den Sieg
Do. 19.03., 16:00, Sky Sport 1
Formel 1: Großer Preis von Bahrain
Do. 19.03., 16:00, Sky Sport HD
Formel 1: Großer Preis von Bahrain
Do. 19.03., 18:30, Sport1
SPORT1 News Live
Do. 19.03., 18:50, Motorvision TV
Super Cars
» zum TV-Programm
60