Joshua Bauer fährt 2016 für spanischen Rennstall

Von Andreas Gemeinhardt
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Für Joshua Bauer beginnt 2016 ein neues Kapitel in seiner Motorsportkarriere. Der 12-Jährige steigt mit dem Team Monlau-Competition in die Klasse «Pre Moto3» der spanischen Meisterschaft auf.

Joshua Bauer aus Limbach im Vogtland tritt in der Saison 2016 für den renommierten spanischen Rennstall Monlau-Competition an. Er wird für das Team in der spanischen Meisterschaft Klasse «Pre Moto3» mit einer 250-ccm-Viertaktmaschine der Marke BeOn an den Start gehen.

Der 12-jährige Nachwuchspilot machte im vergangenen Jahr durch herausragende Leistungen in der spanischen 80-ccm-Meisterschaft auf sich aufmerksam. Bauer wurde in seiner Klasse Vierter des Gesamtklassements, schnappte sich in Alcarras einen Laufsieg und holte sich außerdem mehrere Pole-Positionen sowie Rundenrekorde. Spaß am Motorradfahren hatte der Vogtländer bereits mit knapp fünf Jahren gefunden, als ihn sein Vater das erste Mal auf ein Pocket Bike setzte.

«Ich freue mich riesig auf die neue Herausforderung», erklärte Joshua Bauer. «Ich kann es kaum erwarten, erstmals auf der neuen Maschine zu sitzen. In so einem professionellen Umfeld seinen Sport ausüben zu können, ist für einen jungen Fahrer wie mich ein Traum. Ich hoffe, dass ich auch in der neuen Klasse eine gute Rolle spielen kann.»

Das Estrella-Galicia-Team von Emilio Alzamora gehört weltweit zu den etablierten Rennställen, in der Motorrad-Weltmeisterschaft ist es seit Jahren eine feste Größe. 2015 schickten die Spanier in der Moto3-WM ihren Landsmann Jorge Navarro und Fabio Quartararo aus Frankreich ins Rennen. Sie beenden die Saison auf den Rängen 7 und 10.

In der Moto2 gingen Esteve Rabat (WM-Dritter) und Alex Marquez (14.), der Bruder des zweifachen Weltmeister Marc Marquez, an den Start. Bekanntschaft mit dem Team wird Joshua Bauer das erste Mal vom 25. bis 29. Januar 2016 machen. Dann treffen sich in Barcelona alle Fahrer zum Cross- sowie Dirttrack-Fahren und um ein ausgiebiges Fitnessprogramm zu absolvieren.

«Wir sind froh, dass sein Wechsel ins Monlau-Team geklappt hat», erklärte Dirk Reißmann, Chef des ADAC-Leistungszentrums Sachsen. «Joshua kann sich in Spanien mit den Besten seines Alters messen. Etwas Besseres kann es für ihn nicht geben. Er hat hier super Möglichkeiten, sich fahrerisch und sportlich weiterzuentwickeln. Das ADAC Sachsen Leistungszentrum wird ihn auf seinem Weg weiterhin unterstützen.»

Joshuas Vater Patrick Bauer meinte: «Es wird für Joshua sicher eine anstrengende Saison. Es wird vor allem nicht leicht, Sport und Schule unter einen Hut zu bekommen. Meine Frau Jana und ich werden ihn nach besten Kräften unterstützen. Das hat bisher gut geklappt. Warum nicht auch jetzt? Schließlich haben wir alle Benzin im Blut.»

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