Sturz von Sandro Cortese: Hält er die Rennen durch?
Die Superpole der Superbike-WM in Assen endete für Sandro Cortese (GRT Yamaha) im Medical Center. Der Schwabe zog sich eine Bänderdehnung in der rechten Schulter zu – wie schlimm sie ist, weiß er erst am Sonntag.
"Für mich war es einfach zu kalt", meinte Sandro Cortese zu seinem Sturz in der Superpole. "Ich fuhr in Kurve 12 rein, Gasstellung, Geschwindigkeit, alles war gleich wie in meiner schnellsten Runde am Freitag. Das war in meiner zweiten fliegenden Runde auf Rennreifen. Mein Schlüsselbein ist nicht gebrochen, der Knochen ist beim Aufprall aber nach vorne geklackt und wieder zurück. Jetzt sind die Bänder überdehnt, es ist aber nichts gebrochen. Man sieht, dass die Schulter etwas hängt."
Cortese will trotz der Verletzung in den beiden Rennen am Sonntag an den Start gehen. "Die Schulter wurde mit Tape stabilisiert, die eine Runde in die Startaufstellung ging es", erzählte der Supersport-Weltmeister SPEEDWEEK.com. "Ich hoffe, dass der Schmerz nicht am Sonntag kommt – normalerweise kommt er immer einen Tag später. Der Doktor im Medical Center hat mich untersucht und gesagt, dass ich fit bin zum Rennen fahren. Ich werde die Schulter kühlen und abwarten."
Als die Fahrer in der Startaufstellung standen, kam der Schnee. Nach einer Stunde warten wurde das Rennen abgesagt. "Es war zu gefährlich, jeder hat gesehen, dass die Wolke kommt", hielt Cortese fest. "Die Temperatur war gleich niedrig wie am Morgen, nur kam der Wind noch dazu. Da bauen die Reifen nicht genügend Temperatur auf. Wir fahren mit 85 Grad Celsius warmen Reifen raus, dann geht die Temperatur normal auf 75 oder 70 Grad runter. Wir hatten am Freitag vorne 50 und hinten 63 Grad – das ist keine Temperatur für einen Reifen."
Für Sonntag sehen wir einen leicht modifizierten Zeitplan: Das Sprintrennen wird gestrichen, stattdessen werden um 11 und 14 zwei Superbike-Rennen über die volle Distanz gefahren. Die Wettervorhersage meldet 10 Grad und eine geringe Regenwahrscheinlichkeit.
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