ADAC GT Masters

Notizen und Hintergründe vom ADAC GT Masters 2019

Von - 15.04.2019 07:10

Das ADAC GT Masters hat den Vorsaisontest bereits absolviert. Und bis zum ersten Rennwochenende am 26. bis 28. April in der Motorsport Arena Oschersleben ist es nicht mehr weit. Das sind die spannendsten Informationen.

Letzte Woche ging es im ADAC GT Masters schon wieder zur Sache. In der Motorsport Arena Oschersleben standen die zweitägigen Testfahrten der 'Liga der Supersportwagen' an. Insgesamt 30 der so spektakulären GT3-Fahrzeuge gingen in den sechs Sessions auf die 3,667 Kilometer lange Strecken in der Magdeburger Börde. Am Ende hatte ein Audi R8 LMS die Nase vorn. Die Tests in Oschersleben lieferten zahlreiche interessante Geschichten. Ein Blick in das Notizbuch.

Besuch aus Japan: Das ADAC GT Masters hatte beim Test in Oschersleben Besuch aus Japan. Daisuke Kikuchi von der Rennstrecke aus Suzuka stellte den ADAC GT Masters-Teammanagern die 10 Stunden von Suzuka vor. Seit zwei Jahren erhalten die ADAC GT Masters-Champions eine Einladung und einen Startplatz zu dem Traditionsrennen in Japan, das mittlerweile als Lauf der Intercontinental GT Challenge gewertet wird. Im vergangenen Jahr nahm Callaway Competition, die Champions von 2017, bereits die Gelegenheit war und startete mit dem Kundenteam Bingo Sports bei dem Rennen. In diesem Jahr wird die 48. Ausgabe des Langstreckenrennens vom 23. bis 25. August ausgetragen.

Abwechslung an der Spitze: In den sechs Sitzungen des Tests holten mit Audi, Corvette, Ferrari und Porsche vier verschiedene Marken die Bestzeiten. Audi - den vier Ringen gelang mit Montaplast by Land-Motorsport-Fahrer Dries Vanthoor die absolute Gesamtbestmarke - und Porsche lagen jeweils zwei Mal an der Spitze der Zeitentableaus.

Neuer Teamkollege für Robert Renauer: Beim Test in Oschersleben wurde das Geheimnis gelüftet, mit wem Titelverteidiger Robert Renauer in dieser Saison das ADAC GT Masters bestreitet. Neuer Partner und damit Nachfolger von Mathieu Jaminet ist im Porsche 911 GT3 R von Precote Herberth Motorsport der Österreicher Thomas Preining, der 2018 den Porsche Carrera Cup Deutschland gewann. «Das ADAC GT Masters ist eine tolle Serie, darum wollte ich auch in diesem Jahr hier unbedingt fahren», so der 20 Jahre alte ehemalige ADAC Formel 4-Pilot, dem beim Test eine Bestzeit gelang. «Ich möchte mich mit den Besten messen, und diese Möglichkeit habe ich im ADAC GT Masters. Das Saisonhighlight wird für mich ganz klar das Rennen auf dem Red Bull Ring. Ich freue mich schon sehr auf das Heimspiel.»

Guter Einstand für HCB-Rutronik Racing: Ein vielversprechendes Debüt im ADAC GT Masters gab die Audi-Mannschaft HCB-Rutronik Racing. In der ersten Session fuhren Carrie Schreiner und Dennis Marschall auf Platz zwei, in der Abschlusssitzung war Kelvin van der Linde, der sich das Auto mit Patric Niederhauser teilt, sogar Schnellster. «Wir sind gut durch unser Programm gekommen», so Teamchef Fabian Plentz. «Alles, was wir uns vorgenommen haben, haben wir auch ausprobiert. Daher sind wir zufrieden. Bis zum Saisonauftakt gibt es noch viel zu tun, aber wir freuen uns darauf, dass es bald losgeht.»

Rückschläge für PROpeak Performance: Neueinsteiger PROpeak Performance setzte beim Test einen Aston Martin Vantage GT3 für Maxime Martin, Daniel Keilwitz, Hugo de Sadeleer und Valentin Hasse-Clot ein. Schon zu Beginn sorgte ein Defekt im Bereich der Turbolader - Ursache war ein kleines Teil, das erst eingeflogen werden musste - für Leistungsverlust des Vierliter-V8-Triebwerks, dann bedeutete ein Kontakt mit der Streckenbegrenzung das vorzeitige Ende des ersten Testtages. «Auch wenn am Schluss der Motor wieder einwandfrei lief und wir noch einige Abstimmungen ausprobieren konnten, hat uns dieser Test in der Vorbereitung auf den bald anstehenden Saisonstart nicht vorangebracht», so Teammanager Steve Buschmann.

Comeback nach sieben Jahren: Aston-Martin-Werkspilot Maxime Martin kehrt in diesem Jahr erstmals seit 2012 in die Liga der Supersportwagen zurück. Der Belgier, der 2009 zwei und 2012 drei Rennen gewann, freut sich über seine Rückkehr: «Es ist toll wieder da zu sein. In der Zwischenzeit hat sich die Serie unglaublich weiterentwickelt», so der ehemalige DTM-Pilot. «Da ich den Aston Martin Vantage GT3 mit entwickelt habe und er auch sehr ähnlich zur GTE-Version ist, die ich in der WEC fahre, bin ich nur am Montag gefahren. Am Dienstag war es wichtig, dass mein Teamkollege Daniel Keilwitz möglichst viele Kilometer fährt.»

Youngster-Duo sammelt Erfahrungen: Als drittes neues Team startet T3 Motorsport in diesem Jahr im ADAC GT Masters. Mit den beiden 19 Jahre alten Serienneulingen Maximilian Paul und Simon Reichert haben die Sachsen die jüngste und unerfahrenste Fahrerpaarung im Starterfeld. «Wir sind mit dem Test zufrieden», so Teamchef Jens Feucht. «Wir haben hier das erste Mal mit dem Evo-Kit des Audi R8 LMS getestet. Wir haben uns in den Sessions mehrmals im Mittelfeld platziert, das war für den Anfang nicht schlecht.»

Kilometer, Kilometer, Kilometer: Die beim Test anwesenden 19 Teams nutzten die zwei Tage in Oschersleben ausgiebig, um sich auf die Saison vorzubereiten. Insgesamt legten die 30 Fahrzeuge in den sechs Testsessions 4.231 Runden zurück, das entspricht einer Gesamtdistanz von 15.515 Kilometern.

Rennsieger Perez Companc auf Cockpitsuche: Gleich für zwei Teams im Einsatz war der Argentinier Ezequiel Perez-Companc. Der letztjährige Zandvoort-Sieger fuhr am Montag zuerst im Audi R8 LMS von Aust Motorsport und beeindruckte mit Rang drei im dritten Test. Anschließend übernahm er den BMW M6 GT3 von MRS GT-Racing. «Ich möchte gerne auch in diesem Jahr wieder im ADAC GT Masters starten. Ich mag die Serie einfach», so der 24-Jährige. «Mal sehen, was bei den Gesprächen mit den Teams herauskommt.»

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