Dakar Auto

Tag 7: Al-Attiyah: «Ich habe alles unter Kontrolle»

Von - 15.01.2019 11:03

Nasser Al-Attiyah kontrolliert im Toyota Hilux die 41. Rallye Dakar ohne großes Risiko, nach der siebten Prüfung ist Mini-Pilot Stéphane Peterhansel wieder sein Verfolger.

Die siebte Etappe des schwersten Automobilrennens der Welt versprach, die härteste der 2019 zu sein. Die Teams wurden nicht enttäuscht. Bei der 323 km langen Prüfung, auf der der Tagessieger Stephane Peterhansel 11:58 Minuten schneller als Al-Attiyah und sein Beifahrer war, zeigte die Rallye Dakar ihre Zähne.

Trotz des zweiten Tagessieges von Peterhansel führt Al-Attiyah die Rallye in der Gesamtwertung an und lag von 29:16 Minuten vor Peterhansel. Nani Roma (Spanien) lag in einem weiteren Mini mit 37:59 Rückstand auf Platz drei. Sébastien Loeb, der am Sonntag auf Rang zwei vorrückte, verlor aufgrund seiner elektrischen Probleme in seinem Peugeot viel Zeit und fiel auf den vierten Gesamtplatz (+ 54:12) zurück.

«Es war heute wirklich schwierig», sagte Al-Attiyah nach der siebten Etappe. «Wir begannen den Tag als zweites Auto auf der Strecke, aber dann verlor Sébastien Loeb früh seine Zeit und wir mussten dann für den Rest der Prüfung als erstes Fahrzeug auf die Piste.»

Dies ermöglichte es der Mini-Brigade, den Toyota Hilux auf halbem Weg durch die Etappe einzuholen.

«Aber dann kam Wind auf und machte es fast unmöglich, das Fesh-Fesh zu sehen, so dass wir gegen Ende der Etappe mehr Zeit verloren haben. Trotzdem freuen wir uns immer noch, die Rallye anzuführen, und ich gehe lieber 30 Minuten vor den letzten drei Etappen als 30 Minuten dahinter», ergänzte der zweifache Dakar-Sieger, der mit einem zerfledderten rechten Hinterrad ins Tagesziel kam.

Für Giniel de Villiers und seinen deutschen Beifahrer Dirk von Zitzewitz lief es in einem weiteren Toyota Hilux wieder etwas besser. Die Gewinner des Jahres 2009 erzielten die sechsschnellste Zeit des Tages, obwohl sie aufgrund der schlechten Sicht in den weichen Dünen Zeit verloren hatten. Sie sind jetzt in der idealen Position, um Al-Attiyah/Baumel zu unterstützen.

«Unsere Startposition für morgen bringt uns zwei Autos hinter Nasser, nur sechs Minuten in Echtzeit. Wenn Nasser in Schwierigkeiten gerät, von denen wir hoffen, dass es nicht der Fall ist, werden wir sehr schnell vor Ort sein, um unseren Teamkollegen zu unterstützen», sagte De Villiers.

Auf der achten Etappe über 575 km von San Juan de Marcona nach Pisco gibt es einen gemischten Start. Die zehn besten Motorräder, die zehn besten Auto-Teams und die fünf besten Trucks starten in der Reihenfolge nach dem Ergebnis der siebten Prüfung. Dies bedeutet, dass der Tagessieger Peterhansel hinter mehreren Motorräder in die 360 km lange Entscheidung starten wird.

«Zu einem kann dies Peterhansel helfen, denn die schnellen Motorräder werden Spuren legen, denen er folgen kann», erklärte Glyn Hall, Teamchef von Toyota Gazoo Racing SA. «Aber zu gleichen Zeit muss Peterhansel Druck auf Al-Attiyah ausüben, um ihm näher zu kommen. Allerdings wird er im Staub der Motorräder etwas kämpfen müssen.»

Der niederländische Fahrer Bernhard ten Brinke und der französische Navigator Xavier Panseri zeigten am Montag im dritten Toyota Hilux ebenfalls eine starke Leistung. Das Paar startete zunächst stark, verlor jedoch Zeit, nachdem es in einem Graben steckengeblieben war, der im Roadbook nicht eindeutig verzeichnet war. Sie verwendeten die hydraulischen Wagenheber, um das Auto anzuheben, aber aufgrund der Form des Grabens mussten sie einige Ersatzreifen unter den Wagenheber legen, um die Stellfläche zu erhöhen.

«Es war ein bisschen ein kleines Abenteuer«, sagte Ten Brinke. «Aber leider kostete es uns fünf oder sechs Minuten an einem Tag, an dem wir während der gesamten Etappe fünfmal auf Platz eins in der Tageswertung waren.» Am Ende fuhr die Crew von Toyota Hilux mit 9:45 Minuten hinter Etappensieger Peterhansel auf Platz neun sowohl in der Tageswertung als auch im Gesamtklassement.

Rallye Dakar – Stand nach der 7. von 10 Prüfungen:

Platz

Team/Auto

Zeit/Diff.

1.

Al-Attiyah/Baumel (QAT/F), Toyota

25:13:30

2.

Peterhansel/Castera (F), Mini-Buggy

+ 29:16

3.

Roma/Haro Bravo (E), Mini 4x4

+ 37:59

4.

Loeb/Elena (F/MC), Peugeot

+ 51:12

5.

Despres/Cottret (F), Mini

+ 1:20:01

6.

Przygonski/Colsoul (PL/B), Mini 4X4

+ 2:12:02

7.

Prokop/Tomanek (CZ), Ford

+ 2:45:33

8.

Al Rajhi/Gottschalk (KSA/D); Mini 4x4

+ 3:39:33

9.

Ten Brinke/Panseri (NL/F), Toyota

+ 4:32:31

10.

Sainz/Cruz (E), Mini-Buggy

+ 5:15:31

 

Rallye Dakar – Stand auf der 7. Prüfung:

Platz

Team/Auto

Zeit/Diff.

1.

Peterhansel/Castera (F), Mini-Buggy

4:00:01

2.

Roma/Haro Bravo (E), Mini 4x4

+ 4:33

3.

Sainz/Cruz (E), Mini-Buggy

+ 9:28

4.

Al-Attiyah/Baumel (QAT/F), Toyota

+ 11:58

5.

Despres/Cottret (F), Mini-Buggy

+ 12:50

6.

De Villiers/Von Zitzewitz (ZA/D), Toyoda

+ 16:31

7.

Przygonski/Colsoul (PL/B), Mini 4X4

+ 29:50

8.

Wei Han/Min Liao (CN), SMG-Buggy

+ 25:16

9.

Ten Brinke/Panseri (NL/F), Toyota

+ 25:45

10.

Prokop/Tomanek (CZ), Ford

+ 26:29

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Nasser Al-Attiyah schaffte es trotz Reifenschadens ins Ziel © ASO Nasser Al-Attiyah schaffte es trotz Reifenschadens ins Ziel Giniel de Villiers wird Al-Attiyah unterstützen © ASO Giniel de Villiers wird Al-Attiyah unterstützen Bernhard ten Brinke auf P9 © Red Bull Bernhard ten Brinke auf P9
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