Endurance-WM

Suzuka: Kawasaki trotz Jonathan Rea nur Außenseiter?

Von - 09.07.2018 13:55

Seit 1993 wartet Kawasaki beim Suzuka Eight Hours auf einen Sieg. Gegen Honda, Yamaha und Suzuki stehen die Chancen mit den Superbike-Stars Jonathan Rea und Leon Haslam so gut wie lange nicht mehr.

Jonathan Rea geht als überragender Superbike-WM-Leader in die Sommerpause, Entspannung gibt es für den dreifachen Weltmeister in den kommenden Wochen aber keine: «Ich habe die Acht Stunden von Suzuka zusätzlich, also keine Sommerpause für mich.»

Fahrer wie Rea, Leon Camier, Michael van der Mark, Alex Lowes, Patrick Jacobsen oder Anthony West reisen am heutigen Montag direkt von Misano nach Japan, wo es in den kommenden Wochen weitere ausgiebige Tests für das prestigeträchtige Langstreckenrennen am letzten Juli-Wochenende gibt.

«Jedes Jahr denke ich mir nach der ersten Stunde in Suzuka: ‹Warum zu Hölle habe ich mich wieder darauf eingelassen?› Aber wenn du dieses Rennen beendest, ist es das beste Gefühl der Welt», unterstreicht Rea. «Ich gewann dort 2012. Das war mit Abstand der beste Sieg meiner Karriere. Der Sieg fühlt sich wichtiger an, weil du Boxenstopps machst und mit deinen Teamkollegen eng zusammenarbeitest. Dieses Rennen mit Leon Haslam zu fahren ist ein Traum, der wahr wird. Damals bei Honda fuhr er für ein anderes Honda-Team, also waren wir Konkurrenten. Aber schon damals war es sehr cool mit ihm. Nun werden wir Teamkollegen und können uns gegenseitig pushen. Ich fühle etwas Druck, denn er war bei den Tests wirklich schnell. Mein erster Test ist am Dienstag.»

Kawasaki hat sich für dieses Jahr viel vorgenommen, mit Jonathan Rea, Leon Haslam und Kazuma Watanabe sehen wir das stärkste Team Green seit vielen Jahren. Mit diesem Trio will Kawasaki den Topteams von Honda (Camier, Nakagami, Takahashi) und Yamaha (Van der Mark, Lowes, Nakasuga) Paroli bieten.

In 40 Jahren Suzuka Eight Hours hat Kawasaki erst einmal gewonnen: 1993 mit den damaligen Superbike-Stars Scott Russell und Aaron Slight.

«Wenn ich gewinne, dann… Wir sind sicher die Außenseiter», hielt Rea fest. «Wir müssen arbeiten, dann sehen wir weiter.»

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