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Lehrreiche Erfahrung für ADAC Opel Rallye Junior Team

Von - 05.05.2019 12:19

Anspruchsvoller zweiter Lauf der Rallye-Junior-Europameisterschaft auf Gran Canaria, der junge Luxemburger Grégoire Munster feiert mit Rang 4 sein bestes JERC-Ergebnis.

Zum ersten Mal seit der Azoren-Rallye 2015 hat kein Opel-Pilot bei einem Lauf zur Rallye-Junior-Europameisterschaft einen Podestplatz eingefahren. Bei der Rally Islas Canarias El Corte Inglés, dem zweiten Durchgang der FIA ERC3 Junior Championship 2019, belegten Grégoire Munster (20, Luxemburg) und Elias Lundberg (21, Schweden) in den ADAM R2 des ADAC Opel Rallye Junior Teams nach einem ereignisreichen Wettbewerb die Schlussränge 4 und 9.

Beide Opel-Junior-Besatzungen steigerten sich im Verlauf der anspruchsvollen Asphalt-Rallye auf der drittgrößten der Kanarischen Inseln kontinuierlich. Munster und Beifahrer Louis Louka klassierten sich mehrmals in den Top-3 einer Wertungsprüfung und verpassten am Ende ihren ersten Sprung auf ein Europameisterschafts-Treppchen nur knapp. Lundberg und Co David Arhusiander hatten sich vom zehnten Rang nach dem ersten Tag schon bis an die sechste Stelle nach vorne gearbeitet, als sie ein Reifenschaden in der vorletzten Wertungsprüfung (WP15) rund drei Minuten kostete und auf den neunten Platz zurückwarf.

Munster war mit seinem ersten Top-Ergebnis in der dieses Jahr extrem stark besetzten Junior-Europameisterschaft zufrieden: «Die Rallye hat für uns mit einem Reifenschaden im Qualifying schon schwierig begonnen. Das Tempo der Spitzengruppe war beeindruckend. Wir haben im Verlaufe der Rallye aber unseren Rhythmus gefunden und immer besser verstanden, wie man auf diesem extrem gripreichen Belag schnell ist, ohne dabei Reifen und Bremsen überzustrapazieren. Der Asphalt hier war ganz anderes als die rutschigen Pisten, die wir aus der Belgischen Meisterschaft kennen. Das Reifenmanagement war wirklich nicht einfach, aber im Großen und Ganzen haben wir unsere Sache, denke ich, nicht schlecht gemacht.»

Kollege Lundberg musste auf Gran Canaria seinem Erfahrungsrückstand auf Asphalt Tribut zollen. «Auf dieser Art von Pisten muss man fahren wie auf der Rundstrecke, ganz sauber und immer innerhalb der Grenzen des Reifens. Vor allem am ersten Tag war ich oft zu aggressiv unterwegs, und das kostet auf solchen Prüfungen Zeit. Zudem haben David und ich während der Rallye festgestellt, dass unser Aufschrieb nicht optimal war. Mir fehlte das volle Vertrauen in seine Ansagen. Immerhin haben wir unseren Speed am zweiten Tag deutlich gesteigert. Den Reifenschaden in der vorletzten Prüfung hätte ich allerdings nicht mehr gebraucht. Wir haben viel gelernt und wollen versuchen, es bei unserer nächsten Asphalt-Rallye besser zu machen.»

Opel Motorsport Direktor Jörg Schrott beurteilte die Leistungen seiner Schützlinge pragmatisch: «Das Leistungsniveau in der FIA ERC3 Junior ist dieses Jahr sehr hoch. Die Spitze hat hier ein beeindruckendes Tempo vorgelegt. Unsere jungen Fahrer müssen lernen, auf diesem hohen Niveau mitzuhalten. Und das tun sie. Beide haben sich im Verlauf der Rallye deutlich gesteigert. Nun gilt es, aus Fehlern zu lernen und sich der Spitze Stück für Stück zu nähern.»

Freud und Leid gab's für die Besatzungen der beiden von Stengg Motorsport privat eingesetzten ADAM R2. Simon Wagner/Gerald Winter belegten am Ende hinter Munster den fünften Rang, während sich Roland Stengg/Alessandra Baumann in WP6 ein Rad abgerissen und wegen einer beschädigten Radaufhängung auch die zweite Etappe nicht beenden konnten.

Der nächste Wertungslauf zur FIA ERC3 Junior Championship geht vom 24. bis 26. Mai im Rahmen der Rallye Liepaja rund um die gleichnamige lettische Hafenstadt über die Bühne. Dort erwartet die Opel-Junioren und ihre Konkurrenten ein anspruchsvoller Schotter-Wettbewerb.

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