Formel 1

Mercedes-AMG Project One: Formel 1 für die Strasse

Von - 13.09.2017 08:15

​Formel-1-Champion Lewis Hamilton hat bei der IAA in Frankfurt das Hypercar von Mercedes-AMG präsentiert: Der Project One-Sportwagen ist nichts Anderes als ein Formel-1-Auto für die Strasse.

Mercedes-Benz reiht sich würdig in die stattliche Serie von Herstellern ein, welche ihr Know-how in Übersportwagen verdichten. Nach dem 918 Spyder von Porsche, der Valkyrie von Aston Martin (in Zusammenarbeit mit Red Bull Racing entstanden) oder der LaFerrari aus Maranello hat Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton den Mercedes-AMG Project One vorgestellt. Die Besucher der IAA in Frankfurt staunen über einen Strassensilberpfeil mit mehr als 1000 PS, theoretisch fähig, 350 Sachen zu erreichen.

Der Project One ist wirklich ein Schmuckstück: Kohlefaser-Monocoque, 1,6-Liter-V6-Hybridmotor mit Einzelturbolader, so wie er auch im Rennauto von Lewis Hamilton und Valtteri Bottas Dienst tut. Für die Strassenversion ist die Drehzahl verringert worden, der Ladedruck liegt bei 4 bar. Im Rennwagen laufen diese Motoren maximal 4.000 Kilometer, im Project One müssen sie 50.000 km verdauen.

Ein Unterschied zum Rennauto: Zwei weitere E-Motoren an der Vorderachse, die den Project One in der Summe und in Theorie kraftvoller machen als den Formel-1-Wagen, die Rede ist von 1000 PS, und auch zum Allradler (was in der Formel 1 verboten ist). Bei Leistungsdaten verhält sich Mercedes-AMG so diskret wie bei der Kundenliste, die Rede ist von einer Maximalgeschwindigkeit von 350 km/h und vom Sprit in 2,5 Sekunden auf 100 und in 6 Sekunden auf 200. Wie schwer der Project One ist, das wird nicht verraten.

Die Kraft wird über eine Achtgang-Automatik übertragen, an Pushrod-Aufhängungen sind 19-Zoll-Röder angebracht mit eigens von Michelin entwickelten Reifen. Verzögert wird der Wagen natürlich mit Kohlfaserbremsen.

Optisch glänzt der Silberpfeil mit einer aggressiven Front, LED-Leuchten, Airbox über dem Dach für den Motor, einem Diffusor am Heck sowie zweigeteilten Heckflügel. Auch im Auto findet der betuchte Fahrer Formel-1-Feeling.

Es gibt weltweit genug finanzstarke Autoverrückte, dass wir uns um den Absatz der 275 Modelle zu einem Stückpreis von knapp 2,3 Millionen Euro keine Sorgen machen müssen. Mercedes-Chef Dieter Zetsche schmunzelte in Frankfurt: «Nach den ersten Skizzen war das Telefon am Dauerklingeln.»

Adresse dieses Artikels:

© SPEEDWEEK.COM
SPEEDWEEK auf Google+
Druckansicht
Der Mercedes-AMG Project One auf der Rennstrecke von Jerez © Mercedes-AMG Der Mercedes-AMG Project One auf der Rennstrecke von Jerez Auch von hinten macht das Hypercar eine gute Figur © Mercedes-AMG Auch von hinten macht das Hypercar eine gute Figur Formel-1-Feeling im Cockpit © Mercedes-AMG Formel-1-Feeling im Cockpit Lewis Hamilton bei der Präsentation auf der IAA © Twitter/LewisHamilton Lewis Hamilton bei der Präsentation auf der IAA
Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben.

video

Formel 1

F1 2019 Silverstone - Hot Lap mit Lewis Hamilton und Sir Frank Williams

Speedweek auf Twitter Speedweek auf Facebook Der Speedweek RSS Feed

Thema der Woche

Von Mathias Brunner

Vettel, Ferrari, FIA: Formel 1 in der Zwangsjacke

​Die Formel 1 erstickt am eigenen Reglement: Es war klar, dass der Autoverband FIA die Fünfsekundenstrafe für Sebastian Vettel in Kanada nicht kippen würde. Die Regelhüter wären unglaubwürdig geworden.

» weiterlesen

 

tv programm

Motorsport - Porsche Carrera Cup, Magazin

Di. 16.07., 19:00, SPORT1+


Servus Sport aktuell

Di. 16.07., 19:15, ServusTV Österreich


Motorsport - Porsche GT Magazin

Di. 16.07., 19:25, SPORT1+


Formula Drift Championship

Di. 16.07., 19:35, Motorvision TV


Motorsport

Di. 16.07., 19:45, Eurosport


Pannonia Carnuntum Rallye, Highlights

Di. 16.07., 19:45, ORF Sport+


car port

Di. 16.07., 20:45, Hamburg 1


Monster Jam Championship Series

Di. 16.07., 20:55, Motorvision TV


Superbike: Weltmeisterschaft

Di. 16.07., 21:00, Eurosport 2


Superbike: Weltmeisterschaft

Di. 16.07., 21:45, Eurosport 2


Zum TV Programm
65