Formel 1: «Darauf kann man nicht stolz sein»

Technikchef Binotto verrät die Ferrari-Erfolgsformel

Von Rob La Salle
 Ferrari-Technikchef Mattia Binotto

Ferrari-Technikchef Mattia Binotto

Ferrari-Technikchef Mattia Binotto ist überzeugt: Die Stabilität im Ferrari-Team ist einer der wichtigsten Faktoren in der Erfolgsformel der Italiener, die in diesem Jahr die grössten Fortschritte machen konnten.

Dass Ferrari von allen Formel-1-Teams am stärksten zulegen konnte, muss selbst die silberne Konkurrenz neidlos anerkennen. Vor allem bei der Power konnten die Roten leistungsmässig näher an die jahrelang dominierenden Mercedes-Antriebseinheiten aus dem Rennmotorenwerk in Brixworth (Grossbritannien) heranrücken.

Doch die Mannschaft aus Maranello hat auch als Team wichtige Fortschritte verbuchen können, wie Technikchef Mattia Binotto betont: «Wir können guten Gewissens sagen, dass sich unser Team aus sehr starken Individuen zusammensetzt. Wir haben in allen Bereichen unglaublich talentierte und gut ausgebildete Fachkräfte, ob es um den Motor, das Chassis oder die Aerodynamik geht.»

«Ich denke, wir profitieren von einer gewissen organisatorischen Stabilität, die wir in den letzten Jahren etablieren konnten. Diese ist in der Formel 1 sehr wichtig, denn erst dadurch kannst du eine gewisse Arbeitsweise etablieren und somit deine Prozesse und internen Abläufe optimieren», ist der Ingenieur überzeugt.

Binotto, der seit 1995 zum ältesten GP-Rennstall der Welt gehört und viele Jahre die Formel-1-Motorenabteilung des Sportwagen-Bauers leitete, übernahm 2016 die Rolle des Technik-Oberhaupts und machte sich daraufhin gleich daran, neue Prozesse in der Zusammenarbeit der Teammitglieder zu etablieren. «Es geht viel eher um den Erfolg der Mannschaft als darum, als Individuum weiter zu kommen», weiss er.

«Aber wenn man mich zum Beispiel nimmt, dann sieht man, dass man gar nicht auf allen Gebieten ein Experte sein kann. Ich bin seit 25 Jahren in der Formel 1 und hatte bereits viele schöne Zeiten mit Ferrari erlebt – etwa während der Ära von Michael Schumacher, aber ich war immer ein Motoren-Mann. In meiner aktuellen Rolle geht es aber vor allem darum, die richtigen Ziele zu setzen und sicherzustellen, dass die richtigen Leute am richtigen Ort sind und dass sie nicht nur als Individuen, sondern als Gruppe gut funktionieren.»

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