Formel E

André Lotterer baff: «Formel E das Schwierigste»

Von - 20.02.2018 09:21

Der 36-Jährige ist ein erfahrener Rennfahrer. Doch auch die können noch überrascht werden. Und das nicht zu knapp.

André Lotterer ist ein alter Hase, ein Motorsport-Routinier. 36 Jahre ist er alt, und eigentlich kann man einem gestandenen Piloten wie ihm nichts mehr vormachen. Er hat drei Mal die 24 Stunden von Le Mans gewonnen, dazu kommt die Super Formula, Super GT, WEC mit dem Titel 2012, sogar ein Formel-1-Rennen hat er absolviert.

Doch die Formel E ist eine andere Geschichte. Anfangs wollte er dort gar nicht mitfahren, er fand die Serie zu politisch, hielt sie für eine Philosophie. Doch die Motorsport-Welt ändert sich, und als sich erst Audi und dann Porsche aus der WEC zurückzogen, hatte sich auch die Elektroserie weiterentwickelt. Für Lotterer der richtige Zeitpunkt, um einzusteigen.

Er kam bei Techeetah unter, dem aktuell einzigen Kundenteam der Serie. Drei Testtage hatte er lediglich vor der Saison, als Rookie. Und daher hatte er auch vor allem eine Menge Respekt vor dem Lehrgeld, das er zahlen würde. Und er zahlte.

«Das ist das Schwierigste, das ich je getan habe, denn es gibt nichts Vergleichbares», sagte er nach dem Auftakt in Honkong, als er im zweiten Lauf immerhin 13. wurde. Zuletzt in Chile sorgte er für Furore, als er hinter seinem Teamkollegen Jean-Eric Vergne Zweiter wurde, es war der erste Doppelsieg eines Teams in der Serie.

Aber wer denkt, dass es von alleine läuft, der irrt. «Ich lerne immer noch, wie man richtig Rennen fährt, die Formel E ist wirklich etwas Anderes», sagte er nach seinem ersten Podiumsplatz im vierten Rennen.

Vor allem ist es jedes Mal eine neue Herausforderung. Sagt der, der in Le Mans insgesamt neun Mal gefahren ist. Dort liegt die Spitzengeschwindigkeit bei rund 340 km/h, in der Formel E sind es 225.

Lotterer: «Manche sagen, dass diese Autos nicht so schnell sind. Wenn man aber zwischen diesen Betonwänden fährt, hat man das Gefühl so schnell wie in Le Mans zu fahren", sagt Lotterer und betont: "Das Gehirn läuft auf Hochtouren. In Städten und zwischen den Wänden zu fahren ist das tollste an dieser Meisterschaft. Hier kann man keine Fehler machen.»

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