Formel E

Daniel Abt: Das macht den Audi e-tron FE04 so stark

Von - 24.05.2018 09:05

Nach seinem historischen Sieg beim Formel-E-Rennen in Berlin spricht Daniel Abt über die Gefühle und die Party nach dem Sieg sowie die Stärken des Audi.

Mit ein paar Tagen Abstand: Welche Bedeutung hat der 19. Mai 2018 für Sie?

So richtig habe ich das alles noch nicht verarbeitet. Ich habe das Gefühl, mein Puls ist immer noch irgendwo bei 180, wenn ich daran denke. Der Samstag war bestimmt der bisher schönste Tag in meiner Motorsportkarriere. Nicht nur, weil ich gewonnen habe, sondern weil er für Audi und unser Team ein absoluter Höhepunkt war.

Gab es einen Moment in Berlin, der Ihnen besonders in Erinnerung geblieben ist?

Da gibt es so viele, vor allem die vielen kleinen Begegnungen mit den Fans, die uns so herzlich aufgenommen und unterstützt haben. Unvergesslich sind natürlich auch die Minuten auf dem Podium, wenn man bei seinem Heimrennen vor den eigenen Fans steht und die Nationalhymne gespielt wird. Die Zeremonie in der Formel E ist einmalig und macht süchtig.

Neben den meisten Punkten, die ein Team an einem Tag gesammelt hat, haben Sie den ersten «Clean Sweep» der Formel-E-Geschichte geholt. Was braucht es für so einen perfekten Tag?

Das kann man leider nicht in eine Formel packen. Der wichtigste Baustein war vielleicht, dass wir so langsam unsere Schwäche im Qualifying ablegen. Wenn man vorn startet, kann man sein eigenes Ding machen und kommt leichter in seinen Rhythmus. Ich hatte es überhaupt nicht auf die schnellste Runde abgesehen, die kam irgendwie ganz von alleine.

Was macht den Audi e-tron FE04
in dieser Saison so stark?

Audi und unser Partner Schaeffler haben vor der Saison bei der Entwicklung des neuen Antriebsstrangs einen super Job gemacht. Während es im Qualifying in der Formel E noch ausgeglichen und extrem eng zugeht, können wir im Rennen die Effizienz unseres Motors voll ausspielen. Außerdem laufen alle Abläufe und Systeme im Team absolut reibungslos, und wir Fahrer fühlen uns im Audi e-tron FE04 rundum wohl.

Dürfen wir fragen, wie die anschließende Party nach dem Rennen am Samstag war?

Die Party war natürlich großartig. Toll, dass auch viele Jungs vom Team mit dabei waren. Als ich morgens ins Hotel gekommen bin, ist mein Teamchef Allan McNish gerade in den Shuttle in Richtung Flughafen gestiegen – das war eine sehr lustige Begegnung. Er hat auch gleich Fotos von mir und meinem Frühstücks-Kebab getwittert. Dies zeigt, was für eine tolle Stimmung bei uns im Team herrscht.

Wie belohnen oder entspannen Sie sich nach den Tagen in Berlin?

Ich erfülle mir in dieser Woche einen großen Wunsch und werde mit ein paar Freunden zum Indy-500-Rennen in die USA reisen. Das stand schon lange auf meiner Liste, hat aber bisher wegen eigener Rennen und Termine nie geklappt. Conor Daly, mein ehemaliger Teamkollege aus der GP3, startet dort und wird mein persönlicher Reiseführer sein.

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