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Honda: Woher kommen die Namen RC213V und NSF250RW?

Von - 11.02.2018 11:04

Wie kamen die Honda-Techniker einst auf das Kürzel RC213V? Wir sind die Sache nachgegangen und tief in die Geheimnisse die Materie der Typenbezeichungen eingedrungen.

In der Saison wird die 1000-ccm-Honda mit der Typenbezeichnung RC213V zum siebten Mal in der MotoGP-WM eingesetzt, denn nach der Saison 2011 verschwanden die 800-ccm-Bikes.

Die beiden Repsol-Honda-Werkspiloten Marc Márquez und Dani Pedrosa fahren damit, dazu Cal Crutchlow und Takaaaki Nakgami bei LCR und Franco Morbidelli und Tom Lüthi bei Marc VDS.
Wie kommt die Typenbezeichnung RC213V zustande?

Man erinnere sich: Die erste Fünfzylinder-990-ccm-Honda hieß RC211V. Sie wurde von 2002 bis Ende 2006 ganz zu Beginn der neuen Viertakt-Ära eingesetzt. Danach folgte die Vierzylinder-800-ccm-Maschine namens RC212V. Sie lief von 2007 bis Ende 2011. Seither ist die 1000-ccm-V4-Honda mit der Bezeichnung RC213V in Betrieb.

Im Begriff RC213V steht das RC das Kürzel für Viertaktrennmaschine – nämlich Racing Competition. 21 steht für 21. Jahrhundert und 3 für die dritte Generation nach der RC211V und der RC212V. Das abschließende V steht gemäß HRC in aller Bescheidenheit für Victory (Sieg).

Als Honda 1984 mit der Zweitakt-NSR 500-Vierzylinder in die Königsklasse eingriff, stand das NSR für New Stroke Racing, das bedeutet so viel wie «Neuer Takt Racing», denn es war der erste Rennzweitakter im Straßenrennsport von Honda.

In der Superbike-WM trat Honda dann mit der RC30 und RC45 auf. Die ersten beiden Buchstaben fanden später auch in der MotoGP-Viertakt-Ära ihre Verwendung – es bedeutet Racing Competition.

Auch die Bezeichnung RCV1000R für den MotoGP-Production-Racer in der Open Class-Ära 2014 machte Sinn. Das zweite R stand für Racing. RCV bedeute Racing Competion Victory. Und wenn nichts gewonnen wird, kann ja das V auch für V-Motor statt für Victory stehen.

Bleibt noch die Herkunft der Bezeichnung für die Moto3-Rennmaschine namens Honda NSF250RW zu klären. Honda nannte das Zweitakt-Minibike einst NSR-Mini. Daraus entstand die Viertakt-Version NSF100. Damit steht hier NSF für «New Stroke Four», also Viertakt, wenn auch in etwas holprigem Englisch.

Die ersten (nicht gerade überragenden) Moto3-Production-Rennmaschinen von Honda hießen NSF250R. Das «W» für «Works» kam erst 2014 dazu, als die HRC-Ingenieure die Entwicklung der Maschine übernahmen, nachdem KTM 27 GP-Siege in Folge errungen hatte.

Ganz konsequent ist die Namensgebung sowieso nicht. Denn mit «New Stroke» wurden bei Honda in den 1980er-Jahren noch die Renn-Zweitakter gekennzeichnet. Aber das wissen die heutigen Marketing-Spezialisten in Japan wohl längst nicht mehr.

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Dani Pedrosa auf der Honda RC213V © Repsol Dani Pedrosa auf der Honda RC213V Marc Márquez fährt die 1000-ccm-Honda im sechsten Jahr © Repsol Marc Márquez fährt die 1000-ccm-Honda im sechsten Jahr
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