MotoGP

Stefan Bradl vor Katar: «Dovizioso ist mein Favorit»

Von - 15.03.2018 10:38

Stefan Bradl verdient 2018 sein Geld als MotoGP-Testfahrer für Honda Racing Corporation. In Katar agiert er Bayer als Experte für ServusTV.

Am Wochenende beginnt auf dem Losail Circuit in Doha/Katar die spannendste Motorsportrennserie der Welt. ServusTV steigt ab dieser Saison bereits ab dem dritten freien Training am Samstag ein und zeigt im Anschluss das vierte Training sowie das MotoGP-Qualifying live.

Am Sonntag folgt dann wie gewohnt die Live-Übertragung der Rennen in allen drei Klassen. Rund um die Rennaction legt ServusTV mit dem jüngsten Crewmitglied Stefan Bradl den Fokus auf die Neuerungen zur Saison 2018. Auf welche Reglementänderungen dürfen sich die Zuschauer einstellen? Welche Fahrer sind in die Königsklasse aufgestiegen? Welche Teamkonstellationen haben sich gebildet?

Vor dem Grand Prix vion Katar gibt ServusTV-Experte Stefan Bradl seine Einschätzung zur bevorstehenden Saison.

Stefan, wie gehst du die Rolle als ServusTV-Experte an?

Ich durfte ja schon im Vorjahr bei drei Rennen reinschnuppern. Auch mit der Rolle vor der Kamera bin ich vertraut und hoffe, den ServusTV-Zusehern einen Mehrwert bieten zu können.

Als Honda-Testfahrer bin ich natürlich sehr nah dran, kann viele Dinge aus dem Hintergrund erfahren und erkennen, wie Teams und Fahrer mit Drucksituationen umgehen. Lustig wird es dann, wenn ich selbst im Rennen zum Zug komme und eine Doppelfunktion als Pilot und Experte einnehme.

Was ist von der Saison 2018 zu erwarten?

Ich glaube, es geht in dieser Tonart weiter. Die Dominanz der jeweiligen Hersteller auf bestimmten Strecken hat abgenommen, alles verdichtet sich, zwischen dem ersten und dem 20. liegen teilweise nur 1,5 Sekunden.

Für die Zuschauer ist die MotoGP eine Hammer-Show, die mit Abstand spannendste Motorsportserie der Welt. Genau das macht es für die Fahrer so schwierig. Wir können uns wieder auf ein Fingernägelbeißen bis zum Schluss gefasst machen.

Wie viel Aussagekraft haben die Tests?

Sie sind ein Anhaltspunkt, nicht mehr. Große Überraschungen gab es nicht. Die üblichen Verdächtigen sind vorne, aber das Feld ist super eng zusammengerückt. Über die Saison gesehen ist Konstanz gefragt. Man muss nicht auf Teufel komm raus bei jedem Rennen um den Sieg fahren, sondern sollte sich auch mal mit einem zweiten oder dritten Platz begnügen und darauf achten, ins Ziel zu kommen.

Wie beurteilst du den Losail International Circuit?

Eine interessante, technisch anspruchsvolle Strecke mit sehr langen Geraden – für den Auftakt perfekt. Durch die frühere Startzeit wird sie vermutlich weniger feucht und gefährlich sein als in den Jahren zuvor. Meiner Meinung nach ist der Asphalt zu alt, durch den hereinwehenden Wüstensand fühlt er sich wie Schmirgelpapier an.

Wichtig werden Reifenmanagement und Abstimmung sein. Ducati und Yamaha kommt die Strecke vielleicht um einen Tick mehr entgegen als den anderen.

Wer sind deine Favoriten für den Auftakt?

Ganz oben auf der Liste habe ich Andrea Dovizioso. Es ist aber wahnsinnig schwer, einen Tipp abzugeben. Schon beim ersten freien Training wird man genau hinschauen müssen – nicht nur auf die Endzeit, sondern «lap by lap.»

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