MotoGP

Andrea Dovizioso/1.: «Ducati bestes Bike? Vielleicht»

Von - 09.09.2018 16:32

Andrea Dovizioso war seinen Gegnern im MotoGP-Rennen von Misano überlegen und feierte seinen dritten Saisonsieg. Der Ducati-Werkspilot verdrängte somit Valentino Rossi von WM-Rang 2.

Andrea Dovizioso feierte in Misano seinen dritten MotoGP-Sieg 2018 für Ducati. Es war Doviziosos erster Sieg in Misano. 2,8 sec hinter ihm überquerte WM-Leader Marc Márquez die Ziellinie. Durch seinen überlegenen Sieg rückte Dovizioso auf WM-Rang 2 nach vorne. Der Italiener liegt nun 76 Punkte hinter Marc Márquez und drei vor Valentino Rossi.

Nach seinem Sieg vor heimischer Kulisse war Dovizioso überglücklich. «Vor allem nach dem Warm-up fühlte ich mich sehr gut. Ich wusste, dass mein Speed Minimum jenem der Gegner entspricht. Mit den derzeitigen Reifen reicht das aber nicht aus, du musst dir die perfekte Situation selbst schaffen. Ich war so sehr fokussiert, um das zu schaffen. Ich wusste, dass Jorge ab dem Start führen und pushen wollte. Er pushte aber nicht so hart zu Beginn. Vielleicht, um die Reifen zu schonen. Ich schnappte ihn und versuchte, die Reifen zu schonen und gleichzeitig den Speed der Fahrer hinter mir zu verstehen. Ich fühlte mich sehr wohl, wenn ich pushte. Ich fuhr eine 1:32,6 min, aber ging nicht das maximale Risiko ein. Ich verstand, dass ich eine Chance auf den Sieg habe», berichtete Dovizioso.

Am Ende verkürzte Lorenzo seinen Rückstand auf «Dovi» jedoch in großen Schritten. «Am Ende hat Jorge versucht, mich wieder einzuholen. Wenn er am Ende so stark ist, dann ist er wirklich sehr schnell. Ich musste wieder pushen, wollte aber keinen Fehler machen, denn alle hatten Probleme mit den Reifen. Der Grip war im Rennen sehr gering im Vergleich zu den Trainings. Du konntest nicht aggressiv vorgehen. Ich ging wieder ein Risiko ein. Als ich eine 1:32,8 min fuhr, stürzte er. Ich wusste, dass diese Zeit ohnehin ausreicht, um ihn auf Abstand zu halten. Wir haben schon beim Test hier sehr gut gearbeitet. Am Wochenende waren die Bedingungen ganz anders, aber wir wussten, was zu tun ist. Es ist sehr schön, das zu fühlen, was ich im Rennen fühlte. Ich fuhr sanft und war gleichzeitig schnell. Das Motorrad funktionierte besser als im letzten Jahr, was mich mit Blick auf die Zukunft sehr glücklich macht. Hier zu gewinnen, wollte ich sehr, denn in der Vergangenheit hat Ducati hier große Schwierigkeiten erlebt. Dieser Sieg ist wichtig für Ducati. Ich bin sehr glücklich.»

Ducati ist nun auch auf Strecken siegreich, auf denen die Fahrer 2017 noch zu kämpfen hatten. «Darauf haben wir uns konzentriert, denn Marc ist ohnehin so weit vorne, dass es für uns keinen Sinn macht, über den Titelkampf nachzudenken. Wir bildeten eine Strategie und arbeiteten an den Details, um schneller zu sein.»

Ist die Ducati die beste MotoGP-Maschine im Moment? «Niemand kann das wissen. Vielleicht ja, vielleicht nein. Das ist sehr schwierig zu sagen, denn es geht immer um die Kombination aus Fahrer und Bike. Sicher ist, dass wir unsere Situation seit dem letzten Jahr verbessert haben. Aber nur Jorge und ich sind mit der Ducati stark. Die anderen Ducati-Piloten haben auch eine gute Maschine, aber haben manchmal große Probleme. Ich weiß es nicht. Vielleicht», erklärte Dovizioso.

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