Motocross-WM MXGP

Desaster für Tony Cairoli in Frankreich: WM ist offen

Von - 27.05.2019 07:09

Konstant wie ein Uhrwerk fuhr Tony Cairoli 2019 Siege und zweite Plätze ein. Sein Patzer im zweiten MXGP-Rennen in Saint Jean D'Angley ist ein Rückschlag für den Red Bull KTM-Piloten auf dem Weg zum zehnten WM-Titel.

Nach dem ersten MXGP-Lauf in Saint Jean D'Angely schien das Rennwochenende von Tony Cairoli noch einen gewohnten Gang zu nehmen. Trotz Platz 14 am Startgatter (der Red Bull KTM-Star krachte im Qualifying-Race in die Yamaha des gestürzten Gautier Paulin) setzte Cairoli seine starke Serie fort und kam als Zweiter ins Ziel – es war seine 13. Top-2-Platzierung in Folge.

Doch im ereignisreichen zweiten Rennen holte der Sizilianer als 17. nur 4 WM-Punkte – Doppelsieger Tim Gajser (Honda) verkürzte seinen Rückstand auf den WM-Leader auf nur noch zehn Punkte.

Übrigens: Cairoli und Gajser haben 2019 alle Laufsiege eingefahren, beide jeweils identische sieben!

Cairoli verrät, dass er nicht in bester körperlicher Verfassung war. «Das war nicht der beste Tag, aber wir sehen das positiv und haben einige Punkte mitgenommen», stöhnte der neunfache Weltmeister. «Das ganze Wochenende war ein Kampf, begonnen hat es mit Sturz in den ersten Kurven des Qualifikationsrennen, bei dem ich von anderen Piloten überfahren wurde. Mein Knöchel ist ramponiert und schmerzt.»

Das zweite Rennen begann bereits mit einem Frühstart mit einem Desaster. Er fuhr gegen das Startgatter und bevor er seine KTM zurücksetzen und starten konnte, war das Feld bereits auf und davon. Cairoli hat eine andere Wahrnehmung.

«Manche Gatter fielen, andere nicht; meines fiel als letztes», sagte der 33-Jährige. «Ich habe danach versucht, möglichst schnell durchs Feld zu kommen und als Elfter lief das auch ziemlich gut, aber dann stürzte ich erneut und wurde erneut getroffen. Ich habe das Rennen wieder aufgenommen und versucht, so viele Punkte wie möglich mitzunehmen.»

«Ich habe das Wochenende abgehakt; wir müssen konzentriert bleiben», so der KTM-Star. «Das war nicht mein bestes Rennen in diesem Jahr und wir müssen aus den Fehlern lernen. Selbst mit 34 Jahren lerne ich noch – und am nächsten Rennwochenende will ich wieder aufs Tagespodium fahren.»

Grand-Prix-Wertung:

1. Tim Gajser (1-1)
2. Arnaud Tonus (3-3)
3. Romain Febvre (5-2)
4. Clement Desalle (6-4)
5. Jeremy Seewer (4-8)
6. Julien Lieber (9.6)
7. Antonio Cairoli (2-17)

WM-Stand nach 7 von 18 Rennen:

1. Antonio Cairoli, 311
2. Tim Gajser, 301, (-10)
3. Gautier Paulin, 218, (-93)
4. Clement Desalle, 208, (-103)
5. Arminas Jasikonis, 190, (-121)
6. Jeremy Seewer, 184, (-127)
7. Arnaud Tonus, 162, (-149)
8. Jeremy van Horebeek, 156, (-155)
9. Glenn Coldenhoff, 144, (-167)
10. Julien Lieber, 141, (-170)

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