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Althea-Boss: Matteo Baiocco scheitert am hohen Druck

Von Ivo Schützbach
Der Italiener Matteo Baiocco zeigt für Althea Ducati in der Superbike-WM zuweilen beeindruckende Leistungen. Teameigentümer Genesio Bevilacqua verriet, weshalb er nicht immer vorne fährt.

Sechster in Buriram, Imola und zuletzt Portimao, dazu Gesamtrang 7 in der Superbike-Weltmeisterschaft 2015: Der frühere Ducati-Testfahrer Matteo Baiocco zeigt bessere Leistungen als ihm viele zugetraut haben. In den ersten 14 Rennen des Jahres eroberte der 31-Jährige 34 Punkte mehr als sein geschasster Teamkollege Nico Terol (125er-Weltmeister 2011), für den ab den Rennen in Misano am kommenden Wochenende Niccolò Canepa fahren wird.

«Das ist seine erste Saison, in der er gegen gute, professionelle Fahrer kämpfen muss», erklärte Althea-Teamchef Genesio Bevilacqua. «Ab und zu sieht er statt kleinen Problemen große. Dann braucht er mehr Zeit um diese zu lösen, als eigentlich notwendig wäre. Gleichzeitig sehe ich, dass er mit weniger Druck schneller fahren kann.»

Das bewies Baiocco während des Portimao-Tests, in dem er die siebtbeste Zeit und auf Augenhöhe mit Werkspilot Chaz Davies fuhr. «Wir arbeiten an dem Problem mit dem Leistungsdruck», versicherte Bevilacqua SPEEDWEEK.com. «Matteo wird Schritt für Schritt ein bisschen besser. Im Test fuhr er eine Sekunde schneller als in seiner besten Rennrunde am Tag zuvor – und diese Zeit ging ihm viel leichter von der Hand als im Rennen. Das zeigt mir, dass Druck zu große Auswirkung auf seine Leistung hat.»

Seit dem Portimao-Test haben die Althea-Piloten die gleiche Elektronik wie das Ducati-Werksteam zur Verfügung. «Das ist auch wichtig für den Kopf», weiß der Teamchef. «Auf einmal siehst du einen viel größeren Effekt, als das Update eigentlich bringen würde, weil der Fahrer mehr Vertrauen hat.»

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