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Speedway-GP

Malilla-GP: Greg Hancock zeigte ein Meisterstück

Von - 15.08.2016 10:17

Zum ersten Mal gewann Greg Hancock einen Speedway-GP in Schweden. Mit seinen 17 Punkten in Malilla baute er die WM-Führung kräftig aus. Jason Doyle und Piotr Pawlicki durften neben ihm aufs Treppchen.

WM-Leader Greg Hancock fuhr in Malilla seinen 197. Grands Prix, zum 85. Mal schaffte er es ins Finale! Nach Siegen in elf Ländern zuvor, gelang dem 46-Jährigen auch endlich in seiner Wahlheimat Schweden das Meisterstück.

Nach heftigem Regen am Samstagabend wurde das Rennen auf Sonntagmorgen 10 Uhr verlegt. Die Bahn präsentierte sich in bestem Zustand, wir erlebten ein Hammerrennen mit Action nonstop und Sonnenschein.

Im Finale führte drei Runden lang Jason Doyle, während Greg Hancock außen herum die schnellere Linie suchte. Der Australier reagierte, zog nach außen, Hancock überschnitt die Linie und stach innen durch. Piotr Pawlicki fuhr in seinem ersten GP-Finale auf Anhieb aufs Podest, in dem er Ex-Weltmeister Chris Holder in Schach hielt.

Für Hancock war der Sieg doppelt emotional: In seinem 36. Schweden-GP in 21 Jahren gewann er zum ersten Mal, außerdem baute er seine WM-Führung mit den 17 Punkten aus Malilla gegenüber Weltmeister Tai Woffinden auf 12 aus.

«Jedes Jahr fuhr ich in Malilla, wollte gewinnen, mir gelang aber nie ein herausragendes Rennen», hielt Hancock fest. «Jetzt bekam ich das hin, das lange Warten hat sich gelohnt. Jeder weiß, dass mich viel mit diesem Land verbindet. Ich bin mit einer Schwedin verheiratet, aber auch viele meiner Sponsoren und Mechaniker kommen von hier. Es gibt so viele Menschen, die mir in Schweden geholfen haben. Sie sorgen dafür, dass ich mich hier zuhause fühle, auch wenn ich nur während der Saison hier bin.»

Doyle fuhr auf demselben Level wie Hancock und eroberte ebenfalls 17 Punkte. Damit ist der Australier im Gesamtstand nun punktgleich mit dem Zweitplatzierten Woffinden auf Rang 3.

Der Weltmeister erlebte einen Morgen zum Vergessen, ihm fehlte es an Speed. In Heat 20 überholte Niels-Kristian Iversen Woffinden außen herum, gewann den Lauf und sicherte sich damit den letzten Platz im Halbfinale. Der Engländer packte mit nur acht Punkten zusammen – aus drei Punkten Rückstand in der Weltmeisterschaft auf Hancock wurden 12.

Weiterhin im Formtief befindet sich der dreifache Champion Nicki Pedersen. Der Däne wurde in seinem zweiten Lauf disqualifiziert, weil er Chris Harris an der Bande keinen Platz zum Überleben ließ und der Engländer stürzte. Im Gesamtstand ist Pedersen nur Zehnter, zu Platz 8 fehlen ihm sieben Punkte. Nur die Top-8 haben einen garantierten Platz im Speedway-GP 2017. Erschreckend: Pedersen gewann in der laufenden GP-Saison erst drei Läufe.

Die schwedischen Piloten enttäuschten ihre Fans kollektiv: Fredrik Lindgren, Antonio Lindbäck, Wildcard Peter Ljung und Andreas Jonsson schieden vor den Semifinales aus.

Ergebnisse Speedway-GP Malilla/S:

Vorläufe: 1. Jason Doyle (AUS), 12 Punkte. 2. Maciej Janowski (PL), 11. 3. Greg Hancock (USA), 11. 4. Piotr Pawlicki (PL), 10. 5. Chris Holder (AUS), 10. 6. Bartosz Zmarzlik (PL), 9. 7. Peter Kildemand (DK), 9. 8. Niels-Kristian Iversen (DK), 8. 9. Fredrik Lindgren (S), 8. 10. Tai Woffinden (GB), 8. 11. Antonio Lindbäck (S), 7. 12. Nicki Pedersen (DK), 6. 13. Peter Ljung (S), 4. 14. Matej Zagar (SLO), 3. 15. Chris Harris (GB), 2. 16. Andreas Jonsson (S), 2.

1. Semifinale: 1. Doyle, 3 Punkte. 2. Pawlicki 2. 3. Zmarzlik 1. 4. Kildemand 0.

2. Semifinale: 1. Hancock 3. 2. Holder 2. 3. Janowski 1. 4. Iversen 0.

Finale: 1. Hancock 3. 2. Doyle 2. 3. Pawlicki 1. 4. Holder 0.

Stand nach 6 von 11 Läufen: 1. Hancock 83. 2. Woffinden 71. 3. Doyle 71. 4. Janowski 64. 5. Holder 62. 6. Zmarzlik 61. 7. Lindbäck 60. 8. Pawlicki 50. 9. Kildemand 47. 10. Pedersen 43. 11. Zagar 42. 12. Lindgren 42. 13. Iversen 41. 14. Jonsson 39. 15. Harris 23.

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Greg Hancock gab alles © Pabijan Greg Hancock gab alles Malilla-Podium: Jason Doyle, Greg Hancock und Piotr Pawlicki (v.l.) © Pabijan Malilla-Podium: Jason Doyle, Greg Hancock und Piotr Pawlicki (v.l.) Piotr Pawlicki schaute sich nach den Gegnern um © Pabijan Piotr Pawlicki schaute sich nach den Gegnern um
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