Nico Hülkenberg (Audi) kennt Sepang: «Lohnt sich, auf Details zu achten»
Nach 2017 kehrt die Formel 1 am Wochenende erstmals nach Sepang zurück – mit dem Bahrain-GP. Wie die deutsche Audi-Mannschaft auf das Rennen blickt und wie die Chancen auf Punkte stehen.
Wie stehen die Chancen von Audi auf Punkte im Bahrain-GP in Sepang am Wochenende? An den Klang müssen wir uns wohl alle noch gewöhnen, aber am Sonntag findet der Bahrain-GP in Malaysia auf dem Sepang International Circuit in Kuala Lumpur statt. Der ursprünglich für April geplante GP wurde im Frühjahr abgesagt – und wird nun in Malaysia nachgeholt. In Sepang fuhr die Formel 1 bis 2017 regelmäßig. Bedeutet, dass die Routiniers wie Nico Hülkenberg den Kurs kennen. Die vielen jungen Fahrer wie Gabriel Bortoleto aber nicht. Wie blickt das deutsche Audi-Team, das entsprechend und der aktuellen Namensgebung und mit selbst produziertem Motor noch nie in Malaysia gefahren ist?
Audi-Rennleiter Allan McNish: «Sepang wird für uns als Team eine ganz neue Herausforderung. Es wird spannend zu sehen, wie sich das Wochenende entwickeln wird.» In der Vorwoche in Aserbaidschan hatte Audi allerlei Upgrades am Auto, die aber noch nicht den gewünschten Erfolg gebracht hatten.
Bringt Sepang Upgrades besser zur Geltung
McNish: «Baku war ein weiterer Schritt auf unserem Weg nach vorne: Wir waren kurz davor, Punkte zu holen, und haben erneut eine gute Leistung gezeigt mit schnellen Boxenstopps und solider Teamarbeit. Wir sind alle gespannt darauf zu sehen, wie sich unser Paket auf einem traditionelleren Streckenlayout bewährt, das die Vorteile unserer Upgrades besser zur Geltung bringen dürfte.» Der Kurs in Baku war ja ein kniffliger Straßenkurs.
Trotz der langen Vollgas-Geraden ist McNish zuversichtlich, was die Charakteristik des Sepang International Circuit angeht. Der Schotte: «Wir gehen davon aus, dass diese Strecke besser zu uns passt. Daher ist es unser Ziel, uns in eine stärkere Position zu bringen und um Punkte zu kämpfen, nachdem wir diese am vergangenen Wochenende nur knapp verpasst haben.» Nico Hülkenberg hatte in Baku knapp Platz 10 verpasst, war entsprechend Elfter geworden.
Apropos Hülkenberg – wie blickt der deutsche Pilot auf das Spontan-Comeback von Sepang in den Rennkalender? Hülkenberg gehört zu den zehn von 22 Fahrern im aktuellen Feld, die schon mal in Sepang gefahren sind.
Technische Passagen!
Hülkenberg: «Es ist keine Strecke, die von großen, spektakulären Kurven lebt, aber es gibt einige Abschnitte, die ziemlich technisch sind und bei denen es sich lohnt, auf die Details zu achten. Dazu kommen noch die Hitze und die Luftfeuchtigkeit. Das sorgt immer für eine interessante Herausforderung.»
Bortoleto kennt Kurs noch nicht
Für Hülkenbergs Kollegen Gabriel Bortoleto ist es das erste Mal in Sepang. Der Brasilianer sagt vor dem Rennen: «Die Strecke ist für mich neu, und es wird wichtig sein, die Trainings optimal zu nutzen, um alles über den Kurs zu lernen. Aber ich freue mich darauf, dort zu fahren. In den letzten Rennen waren wir nah an den Punkten dran, daher hoffe ich, dass wir einen weiteren Schritt in die richtige Richtung machen und wieder ganz vorne mitmischen können.»
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