Danilo Petrucci (BMW) gesteht: «Habe Schwierigkeiten mit dem Überholen»
Während Miguel Oliveira BMW bei der Superbike-WM in Portimao/Portugal die ersten Podestplätze der Saison verschaffte, grübelt ROKiT-Teamkollege Danilo Petrucci, wie er nach vorne kommt.
Miguel Oliveira stellte seine BMW M1000RR bei seinem Heimrennen im Autodromo do Algarve auf die vierte Grid-Position und brauste in allen drei Rennen als Dritter hinter den Ducati-Werksfahrern Nicolo Bulega und Iker Lecuona aufs Podium. ROKiT-Teamkollege Danilo Petrucci wurde hingegen von Startplatz 9 lediglich Zehnter, Zwölfter und Siebter.
Das spiegelt sich auch im WM-Stand wider: Oliveira ist mit 56 Punkten Vierter, «Petrux» liegt mit 31 Zählern auf Platz 8. Und das, obwohl Oliveira beim Saisonstart in Australien in allen Läufen vom letzten Startplatz losfahren musste.
Danilo Petrucci: «Will mich weiter oben sehen»
«Ich bin zuversichtlich, dass ich bald komme», unterstreicht Petrucci. «Ich will mich in den Ergebnislisten weiter oben sehen. Dafür muss ich weiter vorne starten, denn den größten Teil meines Rückstands handle ich mir in den ersten vier, fünf, sechs Runden ein. Meine schnellste Rennrunde fuhr ich in der zweiten Hälfte, als ich allein unterwegs war. Denn ich habe Schwierigkeiten mit dem Überholen und bleibe hinter Gegnern stecken. Das ist oft lange Zeit so und ich kann nicht fahren, wie ich das gerne würde. In der Beschleunigungsphase fühle ich mich nicht so gut und das Motorrad schlingert stark, daraus resultierend kann ich nicht so bremsen, wie ich gerne würde.»
Momentan steht Petrucci bei BMW im Schatten von Oliveira. «Wenn ein Fahrer auf dem gleichen Bike schneller ist, macht dich das nie glücklich», bemerkte der Routinier gegenüber SPEEDWEEK.com. «Es ist aber auch so: Vom Ersten Bulega bis zum Letzten in der Sportbike-WM oder bei den Frauen, alle Fahrer denken, dass sie die besten sind, wenn sie auf die Strecke gehen. Jeder will Erster werden, es gibt aber auch immer einen Letzten. Meine bisherigen Ergebnisse halten mich munter. Wir sehen, dass das Motorrad gut ist. Fährt man es auf die richtige Art, kann man es damit aufs Podium schaffen. Das ist mein Ziel. Fahre ich allein, bin ich schnell. Im Superpole-Race fuhr ich meine Bestzeit in der vorletzten Runde – so gehört sich das nicht. Ich fuhr die gleiche Zeit wie Miguel, aber er lag 5 sec vor mir. Am Sonntag war es so, dass ich meine beste Runde drehte, als Bautista vor mir gestürzt war und ich freie Fahrt hatte. Ich muss einen Weg finden, das Bike so zu fahren, dass ich in allen Abschnitten schnell bin und das nötige Vertrauen habe.»
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