Domi Aegerter blieb hinter den Erwartungen: «Auch mental sehr anstrengend»
Während Jeremy Alcoba bei der Supersport-WM in Donington Park Kawasaki den ersten Podestplatz in dieser Saison bescherte, konnte Teamkollege Dominique Aegerter nur sechs Punkte zusammenklauben.
«Dank einer fantastischen Leistung unseres Fahrers Jeremy Alcoba und der harten Arbeit des gesamten Teams, das alles, was wir beim Test in Cremona gelernt haben, in die Tat umsetzen konnte, haben wir endlich ein bedeutendes Ergebnis erzielt», freute sich Teamchef Manuel Puccetti über den ersten Kawasaki-Podestplatz der Saison. «Uns war schnell klar, dass wir mit einem Startplatz in der ersten Reihe und der Leistung unseres Motorrads eine Chance aufs Podium haben, und genau das haben wir als Dritte geschafft.»
Im zweiten Rennen geriet Alcoba in ein Scharmützel, sah die Zielflagge aber dennoch als Sechster. Mit 126 Zählern liegt der Spanier zur fast achtwöchigen Sommerpause auf dem siebten Gesamtrang und hat mehr als dreimal so viele Punkte auf dem Konto wie sein Teamkollege Dominique Aegerter.
Der Schweizer ortete zwar im Cremona-Test und auch am Freitag in Donington Park Fortschritte mit seiner Ninja 636, in den Rennen wurden es aber nur die Plätze 12 und 14. Inzwischen ist offensichtlich: Der zweifache Weltmeister und die Kawasaki passen nicht zusammen.
«Von Rennen 1 hatte ich mir mehr erhofft und war zuversichtlich, um eine Position in den Top-Ten kämpfen zu können und schneller zu sein», fasste Aegerter zusammen. «Am Freitag sind wir recht gut ins Wochenende gestartet, konnten aber keine weiteren Verbesserungen erzielen. Das Team arbeitet hart daran, mir ein Motorrad bereitzustellen, mit dem ich schneller fahren kann.»
Die erhofften Fortschritte blieben aus
Der erhoffte Schritt nach vorne für das zweite Rennen blieb aus, Domi kam als 14. sogar zwei Plätze weiter hinten ins Ziel als am Samstag. «Es lief erneut nicht so, wie wir es uns erhofft hatten», meinte er zerknirscht. «Platz 14 ist natürlich eine Enttäuschung, ich hatte auf ein besseres Ergebnis gehofft – ich war die ganze Zeit am Limit. Bei der Zieldurchfahrt lag ich 10 sec hinter dem Sieger. Das ist nicht unbedingt viel, aber das Feld in der Supersport-Klasse ist sehr stark und ausgeglichen. Wir müssen pro Runde ein paar Zehntelsekunden herausholen, um in die Top-Ten vorzudringen.»
Aegerter abschließend: «Jetzt haben wir eine lange Pause, in der ich viel mit meinem Kawasaki-Trainingsmotorrad fahren werde. Außerdem steht ein Gaststart bei einem Rennen der Schweizer Motocross-Meisterschaft auf meinem Programm. Aber zur Sommerpause gehören auch ein paar entspannte und ruhige Tage, da die letzte Zeit sehr anstrengend war – nicht nur körperlich, sondern auch mental.»
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