Marcel Schrötter vor Suzuka: «Ein Platz in den Top-10 wäre ein Erfolg»
Marcel Schrötter bestreitet die legendären 8 Stunden von Suzuka erstmals mit seinem EWC-Team ERC Endurance. Der Bayer erwartet das schwierigste Rennwochenende der Saison.
Die 8 Stunden von Suzuka zählen zu den prestigeträchtigsten Motorradrennen der Welt. Für Marcel Schrötter besitzt der Langstreckenklassiker deshalb auch 2026 einen besonderen Stellenwert. Der ehemalige Moto2-WM-Pilot startet am kommenden Wochenende bereits zum vierten Mal auf der legendären japanischen Strecke, erlebt dabei aber dennoch eine Premiere: Erstmals tritt er mit seinem permanenten EWC-Team ERC Endurance an.
Nachdem Schrötter in den vergangenen Jahren jeweils Teil eines japanischen Teams war, kämpft er diesmal gemeinsam mit Kenny Foray und Jan-Ole Jähnig auf der BMW M1000RR um Weltmeisterschaftspunkte. Nach den Saisonrennen in Le Mans und Spa liegt ERC Endurance mit 49 Punkten auf Rang 5 der Gesamtwertung.
Wie gut sind die Dunlop-Reifen in diesem Jahr?
Der Deutsche erwartet allerdings das wohl schwierigste Rennwochenende des Jahres. «In Suzuka dabei zu sein, ist immer etwas Besonderes. Für mich ist es bereits das vierte Mal, aber zum ersten Mal mit einem europäischen Team, im Gegensatz zu meinen früheren Teilnahmen, bei denen ich für ein japanisches Team gefahren bin», erklärte Schrötter.
Der 33-Jährige verweist vor allem auf die außergewöhnliche Konkurrenzsituation. Anders als bei den übrigen EWC-Läufen treten in Suzuka zahlreiche japanische Teams sowie die offiziellen Werkseinsätze der japanischen Hersteller an. Hinzu kommt, dass viele dieser Mannschaften auf Bridgestone-Reifen setzen und dadurch über einen zusätzlichen Vorteil auf der traditionsreichen Strecke verfügen.
«Mir ist klar, dass es für uns als europäisches Team wahrscheinlich das schwierigste Wochenende der Saison werden wird, um konkurrenzfähig zu sein», sagte Schrötter. «Praktisch alle japanischen Hersteller sind mit ihren eigenen Werksteams am Start, ebenso wie einige andere Teams, die auf sehr hohem Niveau sind, und obendrein sind fast alle mit Bridgestone-Reifen ausgestattet.»
ERC Endurance wird dagegen mit Dunlop-Reifen aus Japan antreten. Ob dies einen Vorteil bringt, muss sich erst noch zeigen. «Ich bin gespannt, wie es laufen wird, da wir dieses Mal Reifen von Dunlop Japan bekommen», erklärte der Bayer.
Weniger Hitze vorausgesagt, aber...
Trotz der starken Konkurrenz reist Schrötter voller Vorfreude nach Japan. Die 8 Stunden von Suzuka seien nicht nur Teil der Langstrecken-Weltmeisterschaft, sondern jedes Jahr eines der absoluten Saisonhighlights. «Das 8-Stunden-Rennen von Suzuka ist Teil der Meisterschaft, für die ich mich in diesem Jahr entschieden habe. Dennoch wird es definitiv ein Highlight der Saison sein, wieder bei diesem wirklich einzigartigen Event dabei zu sein.»
Die Erwartungen hält der BMW-Pilot dennoch bewusst realistisch. «Ein Platz unter den Top-10 wäre für uns ein Erfolg», betonte Schrötter. Neben der sportlichen Herausforderung könnte auch das Wetter eine wichtige Rolle spielen. Im Gegensatz zum Vorjahr werden aktuell keine extrem hohen Temperaturen erwartet, stattdessen besteht Regengefahr.
«Die Wettervorhersagen sagen keine so hohen Temperaturen wie im letzten Jahr voraus, was eine gute Sache ist. Es könnte aber auch sehr nass werden, was hoffentlich nicht allzu schlimm sein wird», sagte Schrötter und ergänzte: «Trotzdem freue ich mich riesig darauf, wieder in Japan zu sein, und vor allem natürlich auf die ‹Suzuka 8 Hours›.»
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