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Van der Mark über Suzuka: «Mit der BMW können wir ums Podium kämpfen»

Mit dem Sieg in Spa meldete sich BMW im Titelkampf der Langstrecken-WM eindrucksvoll zurück. Michael van der Mark spricht über den Befreiungsschlag und blickt optimistisch auf Suzuka voraus.

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Mit dem Sieg bei den 8 Stunden von Spa hat sich das BMW-Werksteam eindrucksvoll im Titelkampf der Langstrecken-Weltmeisterschaft zurückgemeldet. Nach dem unglücklichen Saisonauftakt in Le Mans holten Markus Reiterberger, Michael van der Mark und Steven Odendaal nicht nur den ersten Saisonsieg, sondern sammelten auch die maximale Punkteausbeute aus Pole-Position und Rennen.

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Für Michael van der Mark hatte der Erfolg eine ganz besondere Bedeutung. Der Niederländer absolvierte zuletzt ein echtes Marathonprogramm, sprang in der Superbike-WM in Most und Aragon als Ersatz für den verletzten Miguel Oliveira ein und trat unmittelbar nach dem EWC-Wochenende in Spa bereits wieder in Misano an. Der Sieg in Belgien war für ihn dennoch eines der Highlights der Saison.

«Es ist ein Heimrennen für mich, aber noch mehr für das Team», erklärte van der Mark im Gespräch mit SPEEDWEEK.com. «Vor allem hatten sie hier so viele Gäste. Nach all dem Pech im vergangenen Jahr beim Bol d'Or und in diesem Jahr in Le Mans ist es einfach schön, hier zu gewinnen. Wir wussten, dass wir die Pace haben.»

Grandiose Erinnerungen an das EWC-Wochenende in Spa

Für den ehemaligen Superbike-WM-Piloten war der Erfolg auf dem Traditionskurs besonders emotional. Bereits vor einigen Jahren hatte er erklärt, unbedingt einmal in Spa ein Motorradrennen bestreiten zu wollen.

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«Es ist etwas ganz Besonderes», schwärmte van der Mark. «Das Streckenlayout ist einzigartig und ich genieße es wirklich. Das Einzige, was hier schwierig ist, ist das Wetter. Man muss ständig reagieren und es ist schwer vorherzusehen, was als Nächstes passiert. Aber genau das macht diese Strecke noch spezieller.»

Tatsächlich mussten Fahrer und Teams in Spa nahezu jede erdenkliche Wetterlage meistern. Während die BMW im Trockenen klar das Tempo vorgab, wurden die wechselhaften Bedingungen zu einer besonderen Herausforderung.

«Im Trockenen hatten wir eine unglaublich gute Pace», sagte van der Mark. «Das Motorrad war so einfach zu fahren und ich konnte problemlos sehr gute Rundenzeiten fahren. Darüber mussten wir uns keine Sorgen machen. Die einzige Frage war das richtige Timing der Boxenstopps – und das hat das Team perfekt gelöst.»

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Besonders anspruchsvoll waren jene Rennphasen, in denen die Fahrer mit Regenreifen auf einer abtrocknenden Strecke oder mit Slicks auf noch feuchten Passagen unterwegs waren. «Das war sehr schwierig», räumte der Niederländer ein. «Am Ende bin ich aber der SERT-Suzuki gefolgt. Das Team ist mehrfach Weltmeister geworden, also waren sie die Besten, von denen man lernen konnte.»

Diese Erfahrung half ihm dabei, die schwierigen Bedingungen richtig einzuschätzen. «Ich habe sie einfach beobachtet und gleichzeitig auf unsere Boxentafel geachtet. Irgendwann sah ich, dass wir den Vorsprung ausbauen konnten. Solche Situationen sind extrem schwierig, aber sie werden deutlich einfacher, wenn man einem Fahrer mit viel Erfahrung folgen kann.»

Mit dem Sieg in Spa hat BMW den Rückstand in der Weltmeisterschaft deutlich verkürzt und den Anschluss an die Spitze wiederhergestellt. «Das war unser Ziel», betonte van der Mark. «Langstreckenrennen sind immer etwas Besonderes, aber Le Mans war wirklich schade. Unser Plan war hier die Pole-Position zu holen, die fünf Zusatzpunkte mitzunehmen und das Rennen zu gewinnen.»

Großer Optimismus für die 8 Stunden von Suzuka

Nach zwei von vier Saisonläufen ist im Titelkampf damit wieder alles offen. «Es stehen noch zwei Rennen aus und es kann noch viel passieren. Aber es ist schön, diesen Sieg eingefahren zu haben.»

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Als Nächstes wartet mit den Suzuka 8 Hours das prestigeträchtigste Rennen der Saison. Dort kommen traditionell zahlreiche japanische Werksteams hinzu, was den Kampf um die Spitzenplätze zusätzlich erschwert.

Van der Mark blickt dennoch optimistisch auf das Saisonhighlight. «Im vergangenen Jahr haben wir dort um das Podium gekämpft, ehe uns das Pech erwischt hat», erinnerte er. «Natürlich wird Honda in Suzuka eines der stärksten Teams sein. Aber mit dem Paket, das wir jetzt haben, sollten wir ebenfalls in der Lage sein, um die Podiumsplätze zu kämpfen.»

Eine besondere Herausforderung bleibt für den Niederländer der ständige Wechsel zwischen verschiedenen Motorrädern und Reifen. Nach seinen Einsätzen in der Superbike-WM musste er innerhalb kürzester Zeit wieder auf die BMW M1000RR der Langstrecken-WM mit Bridgestone-Reifen umsteigen.

«Das fühlt sich komplett unterschiedlich an», erklärte van der Mark. «Aber weil ich inzwischen so oft zwischen den Motorrädern hin- und herwechsele, wird es mit der Zeit einfacher.» Auch die Philosophie in der Langstrecke unterscheidet sich deutlich von Sprintserien. «Mit drei Fahrern wird man nie ein perfektes Motorrad für sich allein haben», sagte der BMW-Werkspilot. «Deshalb steigt man etwas entspannter auf das Motorrad. Und wenn die Pace stimmt, dann muss man einfach nur schnell fahren.»

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