Nach 10 Siegen in Folge: Neue Ducati Panigale V4R wird von FIM eingebremst
Ab den Rennen in Assen am kommenden Wochenende müssen die Ducati-Piloten in der Superbike-WM mit 0,5 kg/h weniger Spritdurchflussmenge auskommen. So will die FIM für mehr Ausgeglichenheit sorgen.
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Eine solche Überperformance zieht eine Spritreduktion von 0,5 kg/h nach sich. Diese greift bei Ducati (und Bimota) ab Assen, wie die FIM am 16. April offiziell mitteilte. Vizeweltmeister Nicolo Bulega ist seit dem 12. Oktober 2025 unbesiegt und hat saisonübergreifend zehnmal in Folge gewonnen. Gelingt dem Italiener ihn Assen ein weiterer Dreifachsieg, zieht er mit Rekordhalter Toprak Razgatlioglu gleich. Von 18 Podestplätzen in den ersten sechs Rennen eroberte zwölf Ducati, jeweils drei gingen an Bimota auf Phillip Island und an BMW in Portimao.
Im Regelbuch für 2026 sind 46 Kilogramm Benzindurchflussmenge pro Stunde als Startwert definiert, Reduktionen werden saisonübergreifend aber ebenso mitgenommen wie Zugeständnisse. Bei Ducati und BMW wurde die Durchflussmenge im Vorjahr in drei Schritten um insgesamt 1,5 kg reduziert, von denen wird aber nur maximal 1 kg mit in die neue Saison genommen. Das führte dazu, dass beide Hersteller nicht mit 44,5 kg/h in die Saison 2026 starteten, sondern mit 45 kg/h.
Zum Saisonbeginn sah es so aus:
Yamaha 46,5 kg/h
Honda 46,5 kg/h
Bimota 46 kg/h
Kawasaki 46 kg/h
BMW 45 kg/h
Ducati 45 kg/h
Dass Ducati ab Assen und mindestens auch in Most mit 44,5 kg/h auskommen muss, ist für die Italiener also kein Neuland. Anders als im Vorjahr ist allerdings, dass der Motor der neuen Panigale V4R höher dreht als jener der Vorgängerin. Bei der Kraftstoffdurchflussmenge ist es so, dass sich die Reduktion exponentiell auswirkt: Je größer die Reduzierung, desto stärker wächst der Nachteil.
Dass auch Bimota 0,5 kg/h abgezogen bekommt und ab Assen nur noch 45,5 kg/h hat, verwundert. Denn die KB 998 von Alex Lowes und Axel Bassani gehört auf den Geraden regelmäßig zu den Langsamsten.
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