Charles Leclerc: Reif genug, um mit Druck von Lewis Hamilton klarzukommen
Lewis Hamilton feierte in Barcelona seinen ersten GP-Sieg mit Ferrari, während Charles Leclerc leer ausging. Wie geht der Monegasse damit um? David Coulthard hat eine klare Antwort auf diese Frage.
Im ersten gemeinsamen Ferrari-Jahr von Charles Leclerc und Lewis Hamilton hatte der 28-Jährige die Nase klar vorn. Er sammelte sieben Podestplätze und hatte am Ende 86 WM-Zähler mehr als der siebenfache Weltmeister, der in der WM-Wertung direkt hinter dem fünftplatzierten Monegassen landete.
In diesem Jahr läuft es sehr viel besser für den früheren Mercedes-Piloten, zuletzt feierte er in Kanada und Monaco zwei zweite Plätze und den ersten GP-Sieg in Rot in Barcelona, während Leclerc in Montreal Vierter wurde und in den anschliessenden beiden WM-Runden zwei schmerzhafte Nuller hatte hinnehmen müssen.
Lewis Hamilton wieder in Top-Form
Der Druck, der auf den Schultern des Rennfahrers aus Monte Carlo lastet, ist entsprechend gross. Und die grosse Frage lautet, ob er damit umgehen kann. David Coulthard ist sich sicher: «Ich denke, er ist reif genug, um zu verstehen, dass er einen siebenfachen Weltmeister nicht immerzu schlagen kann.»
Dies sagt der Schotte im Podcast «Up to Speed», in dem er auch die Vermutung äussert: «Als Hamilton von Mercedes zu Ferrari wechselte, war Charles derjenige, der das Tempo vorgab. Und er fand es wahrscheinlich etwas einfacher als erwartet, gegen Hamilton zu bestehen.»
Eine Frage der Zeit, bis Lewis Hamilton in Rente geht
Das Duell, das sich die Ferrari-Stars beim zweiten Rennwochenende in Shanghai geliefert hatten, sei das erste Anzeichen dafür gewesen, dass Hamilton zur alten Form zurückgefunden hat, erklärt Coulthard weiter. «Wir fragten uns damals, ob Ferrari das Richtige tut, wenn es die beiden kämpfen lässt. Tatsächlich war es aber grossartige Unterhaltung für uns Zuschauer, und es war ein frühes Zeichen dafür, dass Lewis wieder in Top-Form ist.»
Leclerc werde enttäuscht sein über seine eigene Leistung in den jüngsten Kräftemessen, betonte der 13-fache GP-Sieger. «Aber er hat einen Multimillionen schweren Vertrag für die nächsten Jahre unterzeichnet. Und selbst wenn es zum Schlimmsten für ihn kommt, und sein Teamkollege weiterhin die richtige Leistung liefert und Siege und den Titel einfährt, so kann er davon ausgehen, dass Lewis höchstens für zwei, drei weitere Jahre dabei sein wird. Ich kann mir nicht vorstellen, dass er noch fünf Jahre weitermacht, was meines Wissens der Vertragsdauer von Charles entsprechen würde.»
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