Körperlich nicht fit genug: Alex Marquez bricht Brünn-GP vorzeitig ab
Nach seinem überraschenden Comeback in Brünn zieht Alex Marquez die Reißleine. Der Gresini-Pilot fühlt sich noch nicht fit genug, um an den MotoGP-Rennen in Tschechien teilzunehmen.
Alex Marquez wird das MotoGP-Rennwochenende beim Grand Prix von Tschechien nicht zu Ende bringen. Der Gresini-Ducati-Pilot entschied sich am Samstagmittag, das Wochenende in Brünn vorzeitig zu beenden, um seine Genesung weiter voranzutreiben.
Die Nachricht kommt nicht völlig überraschend. Bereits am Freitag hatte Marquez angekündigt, nach dem Qualifying eine endgültige Entscheidung über eine Fortsetzung des Wochenendes treffen zu wollen. Nach den ersten beiden Trainingssessions machte der Spanier deutlich, dass die körperliche Belastung größer ist als zunächst erhofft.
Ehrliche Analyse am Freitag
«Ich bin körperlich ziemlich erschöpft», erklärte Marquez am Freitagabend. «Mein generelles Gefühl war deutlich besser, als ich erwartet habe. Doch ich bin richtig erschöpft.» Das Zeittraining am Freitag beendete Marquez auf der 15. Position. Auf die Tages-Bestzeit verlor er 0,821 Sekunden. «Ich war näher dran, als ich mir ausgerechnet habe», sagte Marquez. «Mein Gefühl auf dem Motorrad war wirklich nicht schlecht.»
Der 29-Jährige hatte mit seinem Auftritt durchaus positiv überrascht. Nur einen Monat nach seinem schweren Sturz beim Grand Prix von Barcelona kehrte er in Brünn auf die Ducati zurück und schlug sich angesichts der Umstände bemerkenswert gut.
Bereits am Freitag machte der Spanier deutlich, dass er sein Comeback vor allem als Belastungstest betrachtet. «Ich sehe das Wochenende als eine Art Test an. Meine vollen 100 Prozent erreiche ich sicher erst nach der Sommerpause. Der Körper benötigt mehr Zeit.»
Vernünftige Entscheidung nach dem Qualifying
Genau diese Einschätzung führte letztlich auch zur Entscheidung, das Rennwochenende vorzeitig zu beenden. Am Samstag bestätigte die MotoGP offiziell den Rückzug des Spaniers. In einer Mitteilung hieß es, Marquez habe sich dazu entschlossen, den Rest des Grand Prix auszulassen, um seine Genesung fortzusetzen.
Für den jüngeren Bruder von Marc Marquez steht damit fest, dass die vollständige Rückkehr in den Rennbetrieb noch etwas Geduld erfordert. Die ersten Kilometer auf der MotoGP-Maschine verliefen zwar ermutigend, doch die körperlichen Reserven reichten noch nicht aus, um ein komplettes Grand-Prix-Wochenende zu absolvieren.
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