Salzburgring-Legende Manfred Kessler ist nicht mehr
Er war eine Institution am Salzburgring und auf vielen anderen Rennstrecken: Manfred Kessler. Der Gründer des Clubs der Streckenfunktionäre (CDSF) verstarb am 25. September mit 82 Jahren.
Manfred Kessler war von Jugend an rennsportbegeistert. 1970, am letzten Augustwochenende, traf er mit Jochen Rindt auf dem Salzburgring bei der Formel 2 zusammen – es waren Rindts letzte Rennen. Die Unterhaltung drehte sich um Sicherheit und mögliche Verbesserungen. Wenig später war der CDSF von beiden gegründet worden.
45 Interessierte wurden von Rindt spontan eingeschult. Bei der Anschaffung des ersten Safety-Cars, eines Ford Capri, halfen 1975 Niki Lauda und Skistar Annemarie Pröll (Moser) mit.
Die Clubkassa wurde durch die Einnahmen bei diversen Veranstaltungen aufgefüllt. Dazu gehörte auch das Promi-Kartrennen um den «Kleinen Preis von Seekirchen», bei dem auch neben Motorsportprominenz Skistars gern dabei waren.
Kessler gewann 1973 Niki Lauda als Ehrenpräsidenten, später wurde Gerhard Berger berufen. Der CDSF war zu Beginn dem SAMTC (Touringclub) untergeordnet, wurde aber 1973 eine selbständige Organisation und benannte sich 2000 neu in ISSC (Int. Streckensicherungsclub). Die Mitgliederzahl war schon früh in den 1970er-Jahren dreistellig.
Kessler hatte auch gute Verbindungen zu Streckenposten anderer Kurse, speziell zum ACM in Monaco, wo oft einige Salzburger beim GP mithalfen. Dazu kamen Einsätze vom Nürburgring bis Brands Hatch und sogar Malaysia sowie bei Bergrennen. In seinem Haus in Seekirchen dokumentieren zahlreiche Fotos die Einsätze des CDSF und die Freundschaft mit vielen Rennstars.
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