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Supersport-Erster Dirk Geiger muss in Oschersleben aus der Boxengasse los
Auch wenn am Ende der Hasseröder nur Kern-Schrott von fünf Motorrädern lag, konnte man aufatmen, dass sich kein Fahrer, kein Fotograf und kein Streckenposten verletzte hatte.
Lukas Tulovic vom Team Triple M Ducati Frankfurt hatte schon kurz nach dem Frühstück im morgendlichen Warm-up dicke Arme gemacht. Wie schon in der Superpole 2 zauberte er eine 1.23er-Runde aufs Parkett und ließ, auch wie schon im Training, die Konkurrenz um eine halbe Sekunde hinter sich. Neben ihm in der Startaufstellung gesellten sich Twan Smits (Yamaha) und Florian Alt (Honda) hinzu. Eine BMW suchte man in der ersten Reihe vergeblich. Da ging es mit Marcel Schrötter, Markus Reiterberger und Jan-Ole Jähnig weiter.
WorldSBK-Teamchef Michael Galinski besuchte auch mal wieder ein Superbike-Rennen und trieb sich in der Startaufstellung rum. «Wir kommen ja aus der IDM», erinnerte er, «aber wenn ich die Rundenzeiten sehe, kriege ich Angst.» Drei Piloten fehlten in Oschersleben. Soma Görbe und Patrick Hobelsberger hatten jeweils ihren Hauptsponsoren verloren, Hannes Soomer saß mit einer Schulterverletzung daheim in Estland.
Den Start gewann mal wieder Twan Smits, doch im Triple kam die erste Aktion von Tulovic, kam aber noch nicht vorbei. Wenig später war der Ducati-Pilot vorbei. Nach der ersten Runde zwängte sich auch Alt vorbei, um den Fluchtversuch von Tulovic zu vereiteln. Markus Reiterberger drängelte hinter Schrötter auf dem fünften Platz. In der dritten Runde war der Bayer an seinem Landsmann vorbei. In die vierte Runde ging der Führende mit einem Vorsprung von einer Sekunde. Tendenz steigend.
Während Tulovic vorne sein Ding machte, wurde es im Kampf um die restlichen Podestplätze zwischen Alt, Smits und Reiterberger spannend. Das GERT56-Trio mit Schrötter, Finsterbusch und Jähnig machten eine Sekunde dahinter ihr eigenes Ding. Kritisch wurde es in Runde 7. Smits Motor ging Richtung Hasseröder hoch. Im Windschatten Alt und Reiterberger, die chancenlos waren. Alt, Reiterberger sowie Finsterbusch und Kevin Orgis erwischte es.
Alle standen wenige Minuten später wieder. Doch neben dem Motor von Smits dürfte auch die Honda von Alt und die BMW von Reiterberger einem Totalschaden nahekommen, denn beide flogen im hohen Bogen weit über die Leitplanken. Weit genug, um über die Köpfe der Fotografen und Streckenposten hinweg zu segeln. Schrötter hatte zackig reagiert und konnte noch rechzeitig abbiegen. Orgis und Reiterberger, der Bayer mit zerfetzter Lederkombi, halfen am Unfallort tapfer mit, den kollektiven Schrott zu bergen.
Einen Neustart gab es nicht. Für die zurückgelegte Distanz gab es die halbe Punktzahl. Gut drei Stunden Zeit bleibt den Teams, um zu retten, was zu retten war.
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